Vingegaard dominiert ersten bergabschnitt – pellizzari zeigt kampfgeist!
Mailand – Jonas Vingegaard hat die erste Bergwertung der Giro d'Italia für sich entschieden, doch der Sieg war weniger ein Paukenschlag als vielmehr eine Demonstration seiner Überlegenheit. Der Däne, als klarer Favorit ins Rennen gegangen, ließ keinen Zweifel an seinen Ambitionen auf das Rosa Trikot, zeigte aber auch, dass der Weg zum Gesamtsieg noch lang ist.

Ein taktischer schachzug statt eines ausbruchs
Vingegaard gewann zwar, aber ohne seine Gegner zu überfordern. Es war eine kalkulierte Bewegung, eine Art „chirurgischer Eingriff“, um die Karten auszuspielen und die Konkurrenz zu beobachten. Felix Gall, der Österreicher, hielt überraschend gut mit und konnte sogar einige Sekunden auf den späteren Sieger gutmachen, was zeigt, dass auch er eine ernstzunehmende Gefahr darstellen könnte.
Doch der eigentliche Lichtblick des Tages war Giulio Pellizzari. Der junge Italiener griff mutig an und bewies damit sein Talent und seine Podestplatzierungsambitionen. Sicher, taktisch mag er einen Fehler gemacht haben, aber sein ungestümer Fahrstil, getrieben von jugendlichem Eifer, verdient höchste Anerkennung. Wir bevorzugen einen Fahrer, der aus Überzeugung Fehler begeht, gegenüber einem, der mit der Rechenschüssel im Gepäck fährt und jeden Watt misst.
Pellizzari, angetrieben von der unbändigen Energie der Jugend, vertraute auf sein Gefühl und glaubte, mit Vingegaard mithalten zu können. Und obwohl der Däne in mehrtägigen Etappenrennen nur von Pogacar übertroffen wird – ein wahrer Ausnahmesportler – darf man Pellizzaris Versuch loben. Vingegaard hat bereits zwei Tour de France (2022 und 2023) und die letzte Vuelta gewonnen und dominierte auch die Rennen in Paris-Nizza und Katalonien. Seine Überlegenheit in dieser Giro ist daher kaum eine Überraschung.
Ein Video zeigt die Highlights:Vingegaard feiert seinen Sieg auf dem Blockhaus und küsst sein Fahrrad – ein Zeichen seiner unbändigen Jagd nach neuen Grenzen. Giro d'Italia, Highlights Etappe 7: Spektakel Vingegaard!
Es war richtig, dass Pellizzari seine Grenzen suchte. Selbst ein Fehler, der ihm wertvolle Lektionen für den Rest der Giro liefern wird, ist ein Schritt in Richtung Podestplatzierung. Er fiel zwar zurück, konnte sich aber dank der Unterstützung von Hindley fangen. Auch der Portugiese Alfonso Eulalio blieb stark und führt das Gesamtklassement mit einem Rückstand von 3:17 Minuten auf Vingegaard an.
Bereits heute drohen neue Attacken auf den steilen Anstiegen der Marken und morgen in Corno alla Scale. Das Rosa Trikot wird in diesem Wochenende oder bei der Einzelzeitfahrt in Massa Carrara mit großer Wahrscheinlichkeit auf Vingegaards Schultern ruhen – Schultern, die zwar schlank, aber unbestreitbar stark sind.
