Eishockey-wm: seider fordert offensiv-wunder gegen lettland

Zürich – Die Enttäuschung ist greifbar: Nach der knappen Niederlage gegen Finnland bei der Eishockey-WM in Zürich drückt Moritz Seider, Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, die Daumen für eine deutliche Leistungssteigerung, insbesondere bei den sogenannten Special Teams. Ein Sieg gegen Lettland am Sonntag ist nun Pflicht, um die Hoffnungen auf ein Viertelfinale am Leben zu erhalten.

Die überzahl-misere: ein teufelskreis

Die 1:3-Niederlage gegen den Olympiadritten Finnland schmerzt, besonders weil die deutsche Mannschaft lange Zeit mithalten konnte. Doch die Chancen, die sich durch Überzahlspiel ergaben, wurden teuer verkauft. Zehn Minuten in doppelter Unterzahl brachten keine Tore, lediglich zwei nennenswerte Gelegenheiten durch Joshua Samanski. „Wenn Josh die Scheibe über die Linie drückt, stehen wir da, und alles ist gut“, kommentierte Seider frustriert. „Dann hätten wir diese Diskussion gar nicht.“

Das Problem der Special Teams ist kein neues Phänomen. Bereits bei der WM im Vorjahr in Dänemark kassierte das Team in Unterzahl mehr Tore, als es in Überzahl erzielte. Auch bei der Olympia-Teilnahme in Mailand gab es Schwächen im Penalty Killing. Die Diskrepanz ist alarmierend und zeigt, dass es dringend an einer Umstellung bedarf.

Die Finnen hingegen nutzten ihre Powerplays konsequent und trafen direkt. Dieser Unterschied war eiskalt und entschied das Spiel. „Wenn wir eine Lösung parat hätten, hätten wir die Dinger reingemacht“, so Seider. „Hoffentlich haben wir nächstes Mal einen besseren Plan und ein bisschen mehr Scheibenglück.“

Lettland: der nächste hürde auf dem weg ins viertelfinale

Lettland: der nächste hürde auf dem weg ins viertelfinale

Am Sonntag gegen Lettland muss die deutsche Mannschaft nun liefern. Ein Sieg ist unerlässlich, wenn das Ziel Viertelfinale erreicht werden soll. Die Aufgabe wird nicht einfach sein, denn auch Lettland ist ein unangenehmes Team. Doch Seider und seine Mannschaft sind entschlossen, die Wende herbeizuführen und die Special Teams in Schwung zu bringen. Die Fans dürfen gespannt sein, ob der Plan aufgeht.

Die Niederlage gegen Finnland hat gezeigt, dass die deutsche Mannschaft noch Luft nach oben hat. Aber mit der richtigen Einstellung und einer verbesserten taktischen Ausrichtung ist der Aufstieg in die nächste Runde durchaus möglich. Die Zeit drängt, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.