Rahm kämpft mit nervosität: peinlicher rückschlag in philadelphia

Philadelphia – Jon Rahm, der Mann, der in Mexiko noch so souverän agierte, musste sich am Freitag in Aronimink mit einem unerwarteten Rückschlag auseinandersetzen. Fünf verfehlte Fairways in den letzten neun Löchern und zwei verhängnisvolle Bogeys katapultierten den Spanier aus den Top-Positionen und warfen einen Schatten auf seine Ambitionen bei diesem Turnier.

Die nerven spielen dem superstar zu

Die nerven spielen dem superstar zu

Bis zum 13. Loch hatte Rahm ein solides Spiel gezeigt, hatte sogar kurzzeitig den dritten Platz erreicht und ließ eine gewisse Ruhe an sich erkennen. Doch dann schien etwas zu brechen. Die Fairways wurden zur Mühsal, die Drives unpräzise, besonders auf der linken Seite, wo er scheinbar die Kontrolle verlor. Die Folge waren zwei Bogeys, die ihn deutlich von den führenden Amerikanern Alex Smalley und Maverick McNealy distanzierten. Ein 70er-Round, Par, reichte lediglich für den 16. Platz.

Ein Feld, das keine Gnade kennt: Aronimink zeigte am Freitag seine Zähne. Die anspruchsvollen, welligen Grüns und die strategisch platzierten Bunker machten das Spiel zur Geduldsprobe. Nur wenige Flags befanden sich im Herzen der Grüns, die Spieler mussten entweder große Risiken eingehen oder sich mit einem schwierigen Chip-and-Run zufrieden geben. Gotterup und Aberg demonstrierten mit 65 bzw. 66 Schlägen, dass auch ein mutiges Spiel belohnt werden kann. McIlroy folgte mit einer 67er-Round.

Die Bedingungen waren am Nachmittag durch den Wind etwas leichter, was zu besseren Ergebnissen führte. Doch Rahms Probleme sind nicht neu. Nach seinem dominanten Sieg in Mexiko, wo sein Spiel nahezu fehlerfrei war, hatte er bereits in Virginia Anzeichen von Unsicherheit gezeigt. Die gleichen Fragen stellen sich nun erneut: Kann Rahm seine Konstanz wiederfinden und seine Drives kontrollieren? Denn das Newton Square Feld, das Donald Ross als sein Meisterwerk bezeichnete, bestraft unpräzise Abschläge gnadenlos. Gary Player bewies 1962, dass hier Präzision und nicht rohe Kraft gefragt ist.

Die Frage nach der Form: Rahm ist zweifellos in der Lage, bei einem Major zu gewinnen. Aber er muss seine Nerven in den Griff bekommen und seine Drives stabilisieren. Sonst wird es für ihn schwer, mit den Top-Favoriten mitzuhalten. Die Hoffnung auf einen erneuten Angriff auf einen großen Titel schwindet, wenn er nicht bald wieder zu alter Stärke findet.