Mbappé-eklat: arbeloa verteidigt stars verhalten!
Madrid – Die Luft im Bernabéu ist zum Schneiden dick. Während der Real Madrid am Sonntag (19:00 Uhr) im entscheidenden Ligaspiel bei Betis Sevilla gastiert, überschatten die jüngsten Äußerungen von Kylian Mbappé die sportlichen Aspekte. Trainerinterim Álvaro Arbeloa versuchte, die Situation zu entschärfen, doch die Frage nach dem Zustand des Real-Kaders und der Rolle von Superstar Mbappé bleibt weiterhin ein heiß diskutiertes Thema.
Arbeloa: „mbappé ist mir ein gespräch wert“
Die Schlagzeilen über Mbappés Unzufriedenheit und mögliche Abwanderungsgedanken sind noch frisch, als Arbeloa vor den Medien erscheint. „Ich habe ihn gerade gesehen und ihm geraten, Ruhe zu bewahren“, erklärte der Coach. „Seine Aussagen sind nichts Neues, wir haben bereits darüber gesprochen. Ich sehe das gelassen. Ich verstehe Spieler, die nicht regelmäßig spielen, und ich weiß, wie frustrierend das sein kann. Dass Kylian das offen anspricht, finde ich sogar positiv.“
Doch die Frage, ob Mbappé mit seinen Äußerungen über das Vereinsinnere die Stimmung im Team getrübt hat, lässt Arbeloa nicht unberührt. „Es hat mich nicht verletzt“, betonte er. „Ich habe keine Angst, mit meinen Spielern offen zu sprechen. Was im privaten Kreis besprochen wird, sollte dort auch bleiben, aber ich bin nicht verärgert, dass es öffentlich wurde.“
Ein Interim, das lehrte: Arbeloa blickt auf seine Zeit als Trainerinterim zurück. „Ich kam als Trainer der 1. RFEF und gehe als Trainer der Primera División, der Champions-League-Spiele geleitet hat. Diese vier Monate waren eine großartige Erfahrung, ein Lernprozess. Auch vor Ihnen zu stehen, ist eine Art Meisterkurs.“

Mourinhos rückkehr: ein wunschtraum?
Die Spekulationen um eine mögliche Rückkehr von José Mourinho zum Bernabéu sind allgegenwärtig. Arbeloa wich der direkten Antwort aus. „Ich verstehe die Diskussion um ein ‚unregierbares Team‘ nicht. Ich teile diese Ansicht nicht. Wenn der Verein eine Entscheidung trifft, wird er sie zu gegebener Zeit bekannt geben. Ich habe immer offen zu José gestanden. Als Madridista halte ich ihn für die Nummer eins. Das habe ich schon in der Champions League gesagt, und das denke ich auch heute.“
Die größte Herausforderung seiner Amtszeit sieht Arbeloa darin, nicht den Titel gewonnen zu haben. „Es schmerzt mich, dass ich den Spielern nicht helfen konnte, Titel zu gewinnen. Die Erwartungen sind enorm, die Last, die wir alle tragen, ist groß. Es tut weh, nicht erfolgreich gewesen zu sein.“
Die Frage, wie die Fans und das Team ihn in Erinnerung behalten werden, beantwortet Arbeloa mit Demut. „Real Madrid hat Millionen von Fans, einige werden mit meiner Arbeit einverstanden sein, andere weniger. Ich spüre die Zuneigung der Fans. Ich bin 43 Jahre alt und habe 20 davon bei Real Madrid verbracht. Das ist mein Zuhause.“
Die Partie gegen Sevilla wird zweifellos ein Test für die Nerven der Madrilenen sein. Doch die eigentliche Herausforderung liegt darin, die internen Konflikte zu bewältigen und den Fokus wieder auf das Spielfeld zu lenken. Denn eines ist klar: In Madrid zählt nur der Erfolg – und der bleibt aktuell aus. Die Frage ist, ob Mbappé und Co. bereit sind, diesen Preis zu zahlen.
