Tunesien scheitert: renards rettungsversuch in monterrey krachend!
Ein Schock für die tunesische Fußballnationalmannschaft: Nach der desaströsen Auftaktpartie gegen Schweden steht der frühe Vorrundausschluss fest. Der ehemalige Frankfurter Hervé Renard, der als „Feuerwehrmann“ geholt wurde, konnte das Ruder nicht herumreißen und sah seine Mannschaft gegen Japan mit 0:4 untergehen – die 1000. Begegnung im WM-Geschichte.

Die adler von karthago am boden
Die Erwartungen waren groß, als der tunesische Verband nach der deutlichen 1:5-Niederlage gegen Schweden den Trainer Sabri Lamouchi entließ und Hervé Renard als dessen Nachfolger präsentierte. Doch die Hoffnung auf eine Wende platzte jäh in Monterrey. Japan spielte konzentriert und nutzte die Verunsicherung der Tunesier eiskalt aus. Das Ergebnis: eine bittere 0:4-Pleite und das vorzeitige Ausscheiden aus dem Turnier.
Bereits in der vierten Minute brachte Daichi Kamada Japan mit einem artistischen Hackentrick in Führung. Ayase Ueda ließ mit seinen Treffern in der 31. und 84. Minute keine Zweifel mehr an der Überlegenheit der „Samurai Warriors“, während Junya Ito den Sieg in der 69. Minute unterstrich. Für Tunesien hingegen ist es bereits der siebte Vorrundenausschluss bei der siebten WM-Teilnahme.
Renard, der zuvor schon Marokko (2018) und Saudi-Arabien (2022) bei Weltmeisterschaften betreute, hatte sich nach Worten des Verbands „keine Sekunde Zögern“ lassen, die Anfrage anzunehmen. Er betonte jedoch, er sei „kein Zauberer“ und könne ein so desolat wirkendes Team nicht über Nacht transformieren. Besonders bitter: Ellyes Skhiri von Eintracht Frankfurt war an der Szene beteiligt, die zum ersten Gegentreffer führte.
Die Japaner zeigten eine beeindruckende Leistung, die durch den gelungenen Auftakt gegen die Niederlande (2:2) bereits angedeutet wurde. Sie kontrollierten das Spielgeschehen, verteidigten kompakt und ließen kaum Chancen für die Tunesier zu. Rani Khedira, der von Union Berlin kam, saß derweil ungenutzt auf der Bank und konnte das Debakel nicht verhindern.
Die Tabelle deutet in aller Deutlichkeit auf eine frühe Abreise für Tunesien hin, während Japan mit vier Punkten einen großen Schritt in Richtung des K.o.-Runden machte.
