Japan demütigt tunesien: renard-debüt endet in der katastrophe!
Monterrey bebte Zeuge einer historischen Niederlage für Tunesien. Die "Adler von Karthago" wurden im 1000. WM-Spiel ihrer Karriere von einem dominanten Japan mit 0:4 überrollt – ein deutliches Signal, dass die Hoffnung auf eine Wende mit dem neuen Trainer Hervé Renard völlig unbegründet war.

Renard: vom feuerwehrmann zum versager?
Die Entlassung von Sabri Lamouchi und die Verpflichtung des Franzosen Hervé Renard, der bereits Marokko und Saudi-Arabien bei Weltmeisterschaften betreute, sollte frischen Wind in die tunesische Mannschaft bringen. Doch Renard scheiterte auf schmerzhafte Weise. Die Defensive wirkte zerknittert, das Mittelfeld hatte keine Kontrolle, und im Angriff fehlte jegliche Durchschlagskraft. Es war ein Auftritt, der Fragen aufwirft.
Japan hingegen präsentierte sich von seiner besten Seite. Daichi Kamada eröffnete den Torreigen in der vierten Minute mit einem sehenswerten Hackentrick. Ayase Ueda ließ keine Zweifel mehr an der Überlegenheit der Asienmeister aufkommen und erzielte zwei weitere Treffer (31., 84.). Junya Ito erhöhte den Spielstand in der 69. Minute auf 4:0. Die Leistung der japanischen Mannschaft war schlichtweg beeindruckend und unterstreicht ihre Ambitionen in dieser Weltmeisterschaft.
Ein Blick auf die Zahlen lügt nicht: Tunesien hatte lediglich 23 Prozent Ballbesitz und konnte kaum Gefahr erzeugen. Die Abwehr um Dylan Bronn hatte alle Hände voll zu tun, um Japans Angriffe abzuwehren. Aymen Dahmen, der tunesische Torwart, hatte einen der seltenen Momente der Glanzleistung, als er einen Schuss in höchster Not von der Linie kratzte – doch selbst das konnte seine Mannschaft nicht vor dem Untergang bewahren.
Die Niederlage bedeutet für Tunesien das vorzeitige Ausscheiden aus dem Turnier. Nach der deutlichen Auftaktniederlage gegen Schweden (1:5) war die Hoffnung auf ein Wunder verflogen. Renard, der vor dem Spiel betonte, er habe "keine Sekunde gezögert", die Anfrage des tunesischen Verbandes anzunehmen, muss sich nun die Frage stellen, wie es weitergeht. Seine Rettungsmission ist gescheitert.
Für Japan bedeutet der Sieg einen weiteren großen Schritt Richtung K.o.-Runde. Nach dem Unentschieden gegen die Niederlande (2:2) verfügen die Samurai nun über vier Punkte und haben die Nase vorn in der Gruppe.
Die Fans in Monterrey feierten den Sieg der japanischen Mannschaft ausgelassen. Es war ein verdienter Erfolg für eine Mannschaft, die mit Leidenschaft und taktischer Disziplin überzeugte. Die tunesische Mannschaft hingegen muss sich nun auf die Heimreise machen und die bittere Erkenntnis hinnehmen, dass die Weltmeisterschaft für sie bereits frühzeitig vorbei ist. Die Aufgabe für den weiteren Verlauf des Turniers liegt nun darin, die Fehler zu analysieren und aus dieser Demütigung zu lernen. Denn so hart das Ergebnis auch sein mag, es bietet die Chance, gestärkt aus dieser Erfahrung hervorzugehen.
