Tuchel schockiert: vergleicht kane-diskussion mit messi und ronaldo!
Wembley Stadium bebte nicht nur wegen des Pfeifkonzerts – Thomas Tuchel, der Coach der englischen Nationalmannschaft, sorgte nach der überraschenden 0:1-Niederlage gegen Japan für schallende Ellbogen. Die Diskussion um die Abhängigkeit Englands von Harry Kane eskalierte in einer Ansage, die selbst gestandene Fußballexperten verblüffte: Ein Vergleich mit Lionel Messi und Cristiano Ronaldo.
Die 'three lions' finden ohne kane nicht ins rollen
Das Ergebnis ist alarmierend: Zwei Testspiele, null Erfolge. Nach dem Unentschieden gegen Uruguay folgte nun die erste Pleite gegen ein asiatisches Team in der Geschichte Englands. Offensiv wirkte das Tuchel-Team phantomschlächtig, besonders im ersten Durchgang, in dem England nicht einen einzigen Torschuss verbuchte. Die Frage nach der Kane-Abhängigkeit drängte sich auf, und Tuchels Antwort ließ die Stimmung im Pressesaal weiter auf Eis liegen.
„Warum sollte Argentinien nicht auf Messi setzen? Und Portugal nicht auf Cristiano Ronaldo?“, konterte Tuchel gereizt. Die Aussage, die er in einer Phase sichtlich frustrierter Nerven von sich gab, unterstrich nicht nur die Problematik, sondern schien auch eine Art Schutzwall gegen die Kritik zu sein. Denn die Fakten sprechen eine deutliche Sprache: Neben Kane fehlten Rice und Saka, was die ohnehin angespannte Situation im Sturm weiter verschärfte.

Mehr als nur eine 'leichte verletzung'?
Tuchel hatte Kane bereits im Freundschaftsspiel gegen Uruguay aufgrund einer vermeintlich leichten Verletzung geschont. Jetzt, nach dem Debakel gegen Japan, stellt sich die Frage, ob diese Taktik die richtige war. „Es ist völlig normal. Bei uns haben wichtige Spieler das Camp verlassen, und das haben wir ein bisschen gemerkt. Uns fehlte die Durchschlagskraft“, erklärte der Coach, versuchte aber, die Niederlage herunterzuspielen. Die Reaktion des Publikums mit lauten Pfiffen zeigte jedoch, dass die Fans eine andere Meinung vertreten.
Die Tatsache, dass Japan die englische Defensive so leicht ausmanövrieren konnte, wirft Fragen nach der taktischen Flexibilität des Teams auf. Die 'Three Lions' scheinen derzeit zu sehr auf die individuelle Klasse von Kane ausgerichtet zu sein – ein Ansatz, der sich gegen ein so diszipliniert spielendes Team wie Japan als fatal erwies. Die Japaner nutzten eine Unaufmerksamkeit in der 23. Minute gnadenlos aus und bestraften England für eine mangelnde Konzentration.
Es bleiben weniger als zwei Monate bis zum WM-Auftakt gegen Kroatien. Tuchel steht vor einer Mammutaufgabe: Er muss eine Lösung finden, wie England auch ohne Kane zu überzeugen kann. Die Wünsche der Fans sind klar: Die Abhängigkeit vom Starstürmer muss reduziert werden. Denn eines ist klar: Auch Messi und Ronaldo sind nicht unbesiegbar.
Die Frage, ob Tuchel recht hat und man Kane für die WM unbedingt braucht, wird in den kommenden Wochen heiß diskutiert werden. Aber eines steht fest: Die Niederlage gegen Japan hat die Ängste vor einem frühen Ausscheiden bei der WM deutlich verstärkt. Die nächsten Testspiele werden zeigen, ob Tuchel es schafft, die 'Three Lions' wieder auf Kurs zu bringen.
