Siegen: nachwuchszentrum und u 23 – sportfreunde planen zukunftsperspektiven
Während die Sportfreunde Siegen in der Regionalliga West aktuell keine Glanzleistungen zeigen, arbeiten die Verantwortlichen hinter den Kulissen an einer nachhaltigen Zukunft. Der Fokus liegt nicht auf einem schnellen Aufstieg, sondern auf dem Aufbau einer soliden Basis für kommende Jahre.
Neues leuchtturmprojekt: das nachwuchsleistungszentrum
Die aktuelle Tabellenposition – ein siebter Platz mit deutlichem Abstand zur Spitze – verdeutlicht, dass der Aufstieg in Liga zwei in dieser Saison außer Reichweite liegt. Doch statt sich von der Situation entmutigen zu lassen, krempeln die Verantwortlichen die Planungen um. Ein zentrales Anliegen ist der Bau eines Nachwuchsleistungszentrums, das den jungen Talenten aus der Region eine erstklassige Ausbildung ermöglichen soll. Die Zertifizierung ist zwar noch Zukunftsmusik, doch die Weichen für den langfristigen Erfolg werden gestellt.
David Kammerbauer, Co-Kapitän der Sportfreunde, formuliert die Marschrichtung klar: „Wir wollen Spiele gewinnen und mit unseren Fans feiern – so weit oben wie möglich.“ Dieser Fokus auf Siege und die damit verbundene Freude soll die Basis für eine positive Entwicklung bilden.

Rückkehr der u 23: eine chance für junge spieler
Parallel zum Nachwuchsleistungszentrum plant der Verein die Rückkehr einer zweiten Mannschaft in die A-Kreisliga Siegen-Wittgenstein. Bereits in der Saison 2016/17 war eine Reservemannschaft aktiv, nun soll diese Tradition wiederbelebt werden. Dies bietet nicht nur U-19-Spielern die Möglichkeit, den Schritt in den Seniorenbereich zu erleichtern, sondern dient auch als Puffer für Härtefälle im Regionalliga-Kader.
Die Kaderplanung für die kommende Saison ist bereits weit fortgeschritten. Mit Tom Gutsch und Florian Mayer haben bereits zwei Innenverteidiger neue Verträge unterschrieben. Allerdings gibt es auch Abgangskandidaten. Jubes Ticha, einst eine feste Größe in der Innenverteidigung, kommt seit dem Trainerwechsel kaum zum Einsatz. Auch Leon Pursian, der seit Jahresbeginn keine Minute auf dem Rasen stand, könnte im Sommer den Verein verlassen.
Die Situation zeigt, dass der Umbruch in Siegen weitergeht. Die Verpflichtung von Josue Santo, Hassan El Chaabi und Levin D’Aloia unterstreicht das Engagement des Vereins, junge Talente zu fördern und langfristig an sich zu binden. Trotz des 2:1-Sieges gegen die U 21 des 1. FC Köln ist die Saison 2025/26 für die Sportfreunde Siegen längst entschieden – aber die Zukunftsperspektiven sind rosiger denn je.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Sportfreunde Siegen den Endspurt erfolgreich meistern und die Grundlagen für eine erfolgreiche Zukunft legen können. Denn eines ist klar: Die Arbeit von heute entscheidet über den Erfolg von morgen.
