Tsg hoffenheim zieht sanktionen zurück: westerberg ist wieder im amt
Die TSG Hoffenheim hat ihre eigenen Waffen fallen lassen. Henrik Westerberg, der wegen eines vermeintlichen Datenlecks vor die Tür gesetzt wurde, sitzt seit Montag wieder am Schreibtisch. Die Club-Führung hob die Suspendierung auf, nachdem ein externer Gutachter das Risiko als „minimal“ einstufte.
Ein lehrstuhl entscheidet mit
Der Münchner Professor Boris P. Paal durchleuchtete den Vorwurf. Sein Urteil: selbst wenn ein Verstoß vorliegt, bewegt er sich „am untersten Rand denkbarer Sanktionswürdigkeit“. Die Formulierung steht im 18-seitigen Gutachten, das derzeit bei der baden-württembergischen Datenschutzbehörde liegt. Dort muss nun Prof. Dr. Tobias Keber den Fall offiziell absegnen. Die Hoffenheimer Rechtsabteilung rechnet mit einem Freispruch.
Intern haben sie schon mal vorgegriffen. Westerberg, COO der Spielbetriebs-GmbH, durfte zurückkehren. Gleiches gilt für Barabara Bender, die auf Vereinsebene für Datenschutz zuständig ist. Ihre Rehabilitierung steht unmittelbar bevor.

Klage vor dem arbeitsgericht läuft weiter
Anders sieht es für Asmaham Gamgami und Arno Metz aus. Die beiden Leiter der Hinweisgeberstelle bleiben vorerst beurlaubt und klagen vor dem Arbeitsgericht Mannheim. Die Verhandlung findet am Donnerstagvormittag in Heidelberg statt. Die TSG will sich dazu nicht äußern. Fest steht nur: Wer einmal als Sicherheitsrisiko galt, ist bei Kraichgau-Klub nicht mehr unbedingt sicher.
Die Affäre kostete Nerven, Zeit und Image-Punkte. Am Ende zählt nur die juristische Einschätzung – und die spricht für Westerberg. Er ist zurück, die Sanktionen sind Makulatur. Der Datenschutz-Zwischenfall wird wohl als Sturm in Wasserglas in den Akten landen.
