Thw kiel im freien fall: wetzlar demütigt rekordmeister!

Ein Schock für die Handball-Fans in Kiel: Der vermeintlich unschlagbare THW Kiel ist abgestürzt. Bei der HSG Wetzlar erlebten die Fans eine Demütigung – ein 25:33 deutet auf eine tiefe Krise hin, die weit über eine einfache Ergebniskrise hinausgeht.

Die abwehr wirkt wie ein spülkasten

Fünf Spiele, nur ein Sieg. Das ist die bittere Bilanz der letzten Wochen für den deutschen Rekordmeister. Gegen Wetzlar, den Tabellenvorletzten, fand die Mannschaft von Filip Jícha kaum Mittel, um das Spiel zu kontrollieren. Die Abwehr wirkte stellenweise wie ein Spülkasten – alles lief durch. Besonders schmerzhaft: Die letzten Heimspiele gegen Eisenach und Leipzig endeten lediglich Unentschieden, und auch das Hinspiel in der European League gegen Nasice ging verloren.

„Der THW ist in der Krise. Das ist ein gefährliches Spiel für die Kieler“, warnte Handball-Legende Stefan Kretzschmar bereits vor dem Anpfiff – und behielt Recht. Josip Simic von Wetzlar nutzte die Schwäche des Gegners geschickt aus: „Kiel ist geschwächt. Das müssen wir heute ausnutzen.“

Die Personalsituation des THW tat ein Übriges. Mit Elias Skipagøtu, Emil Madsen und Eric Johansson fehlten wichtige Säulen, doch auch mit Mann und Maus auf dem Feld hätte die Leistung deutlich besser sein müssen. Die Zuschauer sahen eine erschreckende Vorstellung, in der die Angriffsbemühungen oft im Sande verliefen.

Andreas palicka – ex-kieler reißt wetzlar mit

Andreas palicka – ex-kieler reißt wetzlar mit

Ein Mann, der besonders genüsslich auf die Misere des THW reagierte, war Andreas Palicka. Der ehemalige Torwart des THW Kiel zeigte eine Glanzleistung und hielt zahlreiche Bälle im Wetzlaer Tor. Sechs Deutsche Meisterschaften feierte er in Kiel, nun ließ er seine alte Liebe verzweifeln. Tristan Kirschner war an diesem Tag in Topform und erzielte im ersten Durchgang alleine sechs Treffer. Die Tatsache, dass Kiel nach einer Viertelstunde nur drei Tore erzielt hatte (3:10), verdeutlichte die Dominanz der HSG.

Trainer Jícha wirkte fassungslos: „Das geht nicht, wir kommen überhaupt nicht zurück, Männer.“ Die HSG überrollte den THW förmlich und baute ihre Führung kontinuierlich aus. Auch die Bank der HSG war geschickt besetzt – Anadin Suljakovic übernahm im Tor und steigerte die Leistung noch weiter.

Niklas Theiß verlängerte seinen Vertrag bei der HSG Wetzlar vor dem Spiel vorzeitig bis 2029 – ein Zeichen der Stabilität für den Verein und ein positiver Impuls für die Zukunft. Doch das war nur ein kleiner Lichtblick in einem ansonsten desastrischen Tag für den THW Kiel.

Der Erfolg katapultierte die HSG Wetzlar auf den 16. Platz der Tabelle und überholte Minden. Die Frage, die sich nun stellt, ist: Kann Filip Jícha die Krise in Kiel schnell genug in den Griff bekommen, oder droht dem Rekordmeister ein noch größerer Fall?