Sturm auf rang zwei: lugano fordert st.gallen zum nachhol-krampf
Der Schnee hat vertagt, die Spitzenposition bleibt offen. Am Dienstag, 19 Uhr, platzt der Kybunpark aus allen Nähten, wenn St.Gallen und Lugano das abgebrochene Verfolgerduell nachliefern – und dabei die Meisterschaft neu justieren.

Warum drei tage später alles anders sein kann
Schiedsrichter Lukas Fähndrich winkte am Samstag ab, weil weiße Flocken seine Linien verschluckten und jedes Sprintduell zur Lotterie wurde. Nun rollt der Ball auf nassem, aber sichtbarem Rasen – und das ist mehr als eine Fußnote. Die Espen führen mit 54 Punkten, die Tessiner lauern mit 49 Zählern. Ein Sieg verkürzt den Rückstand auf zwei Punkte, ein Remis hält die Konstellation, eine Niederlage lässt Thun plötzlich allein auf weiter Flur.
Die Personaldecke bei St.Gallen ist dünn: Mehr als die Hälfte der Startelf besteht aus Neulingen, die Kalenderwoche wird zum Crashtest. Trainer Franck Escobar mischt Trainingseinheiten mit Videoanalysen, um die unerfahrenen Beine auf Tempo zu trimmen. Luganos Coach Mattia Croci-Torti> wiederum plant den Sturm auf Platz zwei – seine Mannschaft gewann drei der letzten vier Auswärtsspiele und tritt mit dem Selbstbewusstsein eines Schwergewichts an.
Die Wetterfrage ist erledigt, die Tabellenfrage nicht. Wer am Dienstag punktet, schickt ein machtvolles Signal an Leader Thun. Wer verliert, muss den Blick nach unten richten. Im Kybunpark steht mehr auf dem Spiel als drei Punkte: die Richtung der Meisterschaft.
