Milan verspielt derby-geschenk, inter tanzt schon mit dem pokal
Ein Schritt vor, zwei zurück. Milan hat die Einladung zum Titelrennen liegen lassen, und die Konsequenz ist ein Achterpacken, der wehtut. Nach dem 0:2 gegen Isaksen und Co. beträgt der Rückstand auf Inter acht Punkte – neun Spieltage vor Schluss.
Chivus truppe liefert, piolis nachfolger stolpert
Inter hatte die Tür aufgestoßen, Atalanta nagelte die Nerazzurri auf 1:1 fest. Ein perfekter Auftakt für die Rossoneri, doch was folgte, war ein Akt Selbstzerfleischung. Der linke Fuß von Allegri? Vom dänischen Flitzer Isaksen in die Tonne getreppicht. Das Olympico tobte – nur nicht aus Freude.
Die Zahlen sind gnadenlos: Milan holte aus den letzten fünf Partien magere fünf Punkte. Die einstige Meisterelf wirkt ideenlos, der Anschluss an die Spitze verflüchtigt sich mit jedem Fehlpass. Während Inter zwar nicht mehr glänzt, aber weiterhin effizient punktet, versinkt der Rivale im Mittelmaß. Platz fünf – das ist jetzt das reale Szenario. Juventus lauert nur sieben Zähler dahinter.

Schiri-eklat überschattet wochenende
Parallel zum Sportdrama schlug bei den Unparteiischen wieder das Chaos zu. VAR-Check, Handelfmeter, Rote Karten – die Diskussionen toben durch Mailand bis Turin. Wenn selbst die Referees ins Straucheln kommen, verflüssigt sich die ohnehin brisante Atmosphäre. Die Liga fürchtet Imageschaden, die Fans fürchten Manipulation.
Allegri wirkte nach Abpfiff wie ein Mann, der die Rechnung ohne den Wirt gemacht hat. „Wir müssen uns nach vorne orientieren“, hatte er noch vor Wochen gesagt – heute steht sein Klub mit dem Rücken zur Wand. Die Meisterschaft? Vielleicht war seine Einschätzung kein Ablenkungsmanöver, sondern schon Realismus.
Acht Punkte Vorsprung, neun Spiele, ein Pokal, der kaum noch zu entreißen ist. Inter kann die Champagnerkisten bereits kühlen, Milan muss bangen, ob die Europa-League-Plätze überhaupt reichen. Für die Tifosi bleibt nur ein Trost: Der Abstieg ist nicht in Sicht – aber der Sturz in die Bedeutungslosigkeit schon.
