Streichs sehnsucht: ex-trainer vermisst die bank des sc freiburg
Die Bank des SC Freiburg – ein Ort, der Christian Streich über 30 Jahre lang sein zweites Zuhause war. Doch seit seinem Abschied im Sommer 2024 ist es für den Erfolgscoach kein leichtes Los, die Spiele aus der Ferne zu verfolgen. „Es ist komisch von der Tribüne oben das Spiel zu sehen“, gestand Streich in einem RTL/ntv-Interview, die Erinnerung an die unmittelbare Nähe zum Geschehen schmerzlich präsent.
Die ungewohnte perspektive des ehemaligen trainers
Für Streich, der den Verein von 2012 bis 2024 maßgeblich prägte, ist der Umstieg auf die Rolle des Zuschauers eine echte Herausforderung. „Ich würde am liebsten unten auf der Bank sitzen und mich verkleiden, sodass mich keiner erkennt“, scherzte er, um seine Sehnsucht nach dem pulsierenden Leben am Spielfeldrand zu beschreiben. Die lange Zeit, die er als Jugend- und Proficoach am Hardtwald verbrachte, macht den Abstand nun besonders spürbar.
Doch Streich blickt nicht nur in die Vergangenheit. Vielmehr ist er von der Arbeit seines Nachfolgers Julian Schuster begeistert. „Die Mannschaft hat er super geformt. Das wundert mich aber auch nicht“, lobte Streich, der bereits während seiner eigenen Amtszeit eine nahtlose Übergabe angestrebt hatte. „Schuster hat die optimale Lösung mit seinen Mitarbeitern gefunden.“

Europa-hoffnungen und die euphorie in freiburg
Der vorläufige Höhepunkt unter Schuster ist das Erreichen des Viertelfinals in der Europa League. Am Donnerstag empfängt Freiburg Celta Vigo zum Rückspiel (18:45 Uhr im Liveticker) und will den ersten Halbfinaleinzug der Vereinsgeschichte perfekt machen. Streich, der das 3:0 im Hinspiel verfolgte, zeigte sich zuversichtlich: „Wenn der SC Freiburg die Intensität wieder so hochhalten kann – und das wird so sein – dann werden sie ins Halbfinale einziehen.“
Die Fans des BVB trauern derweil um einen Zuschauer, der nach einer Reanimation im Krankenhaus verstarb – eine tragische Erinnerung daran, dass der Sport auch Leidenschaft und Trauer mit sich bringen kann. Währenddessen gibt es Neuigkeiten aus Bayern: Das Training mit Serge Gnabry lässt offen, ob er gegen Real Madrid in der Startelf stehen wird, und die Schlagzeilen überschlagen sich um die Unterstützung für Jamal Musiala durch Bayern-Präsidenten. Und in Freiburg selbst wird fieberhaft nach einem Stammzellenspender für die Freundin eines Dinkci-Freundes gesucht – ein Zeichen der Solidarität, das weit über den Sport hinausgeht.
Die Faszination des Fußballs, die Christian Streich so sehr liebt, bleibt ungebrochen. Auch wenn er nicht mehr selbst auf der Bank sitzt, ist er ein fester Bestandteil der Freiburger Sportwelt – ein leidenschaftlicher Beobachter und ein stolzer Verfechter seines ehemaligen Teams.
