Steinhaus zittert 90 sekunden am rand, beyer rettet den ersten heimsieg des bhc

Sören Steinhaus hatte schon die Arme zum Jubel gehoben, da saß er plötzlich mit Zeitstrafe auf der Bank und würgte die letzten 90 Sekunden im Wuppertaler Käfig herunter. Der beste Werfer des Abends (10/11) wurde zum Zuschauer, Noah Beyer trat an die Siebenmeterlinie und verwandelte die Partie gegen Hannover-Burgdorf in einen 30:29-Erfolg, der bis zur Sirene zitterte.

Die recken laufen gegen rudeck leer

Die Zahlen sind gnadenlos: Hannover traf nur 29-mal aus 56 Würfen, blieb immer wieder am 18-jährigen BHC-Torhüter Luis Rudeck hängen und schickte den letzten Freiwurf von Hannes Feise an die Latte. „Wir sind kaputt vom Mittwoch“, sagte Rechtsauße Daniel Weber nach der European-League-Doppelbelastung, „und wir machen zu viele technische Fehler.“ Der BHC dagegen nutzte jede Lücke, baute zwischenzeitlich auf 27:23 und kassierte trotzdem das Drama.

Die Entscheidung fiel in zwei Akten: 95 Sekunden vor Ende verwandelt Beyer einen Siebenmeter zum 29:27, 20 Sekunden später jagt er aus spitzem Winkel das 30:28 unter die Latte. Steinhaus, inzwischen wieder auf dem Feld, atmete auf. „Das war wirklich schlimm für mich. Aber Noah hat seine kalte Hundeschnauze bewiesen“, sagte der Rückraum-Shooter, der ein Drittel aller BHC-Treffer erzielte.

Ein drei-punkte-polster im keller

Ein drei-punkte-polster im keller

Mit dem ersten Heimsieg 2026 springt der Aufsteiger auf Rang 15 und legt drei Zähler Vorsprung auf Minden sowie vier auf Leipzig. Die Abstiegsprüfung ist bestanden, die nächste folgt schon am Mittwoch in Flensburg. Für Steinhaus gilt dann: Lieber auf der Platte bleiben als erneut am Rand zu zittern.