St. pauli verliert pereira lage: kreuzband-alarm kurz vor heidenheim
Der FC St. Pauli muss im Abstiegskampf auf Mathias Pereira Lage verzichten – und das nicht nur bis Saisonende. Der Offensivspieler erlitt beim Training einen Kreuzbandriss im linken Knie, wie der Klub am Donnerstag mitteilte. Noch am selben Tag wurde er operiert.
Ein schlag für den abstiegskampf
Die Diagnose fällt brutal aus: komplexe Verletzung, Operation, mehrmonatige Pause. Pereira Lage war nach einem Zusammenprall mit Ersatztorwart Emil Gazdov am Vortag zusammengebrocschen, musste auf dem Platz behandelt und anschließend sofort in die Klinik gebracht werden. Die Befürchtungen der medizinischen Abteilung bestätigten sich binnen weniger Stunden.
Für St. Pauli kommt der Ausfall zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Am Samstag gastiert das Team bei Schlusslicht Heidenheim, danach folgen weitere Schlüsselspiele gegen Mainz, Leipzig und Wolfsburg. Pereira Lage, der in dieser Saison 28 Bundesliga-Einsätze hatte und zuletzt als zweiter Zehner neben Danel Sinani agierte, wird in keinem dieser Spiele mehr auflaufen können.

Auch die neue saison steht auf dem spiel
Doch der Schaden geht tiefer. Der Franzose mit portugiesischen Wurzeln wird nicht nur den Saisonendspurt verpassen, sondern wohl auch weite Teile der Vorbereitung auf die kommende Spielzeit. Ein Comeback vor dem Herbst erscheint unrealistisch. Das ist ein herber Verlust für einen Spieler, der erst im vergangenen Sommer von Stade Brest an die Elbe wechselte und sich gerade in der Bundesliga etablieren wollte.
Die Verletzungsmisere beim FC St. Pauli reißt nicht ab. Neben Pereira Lage fehlt mit James Sands auch ein weiterer Leistungsträger seit Wochen aufgrund einer Sprunggelenkverletzung. Eric Smith bangt wegen eines Infekts um sein Comeback, während Joel Chima Fujita nach seiner Gelbsperre zumindest zurückkehren kann.
Trainer Alexander Blessin muss nun umstellen – und das in einer Phase, in der jedes Spiel über Klassenerhalt oder Abstieg entscheiden könnte. Der Kader wird dünn, die Lösungen rar. Der FC St. Pauli steht mit dem Rücken zur Wand.
