Sony dreht die preisschraube: ps5 kostet ab april 100 euro mehr

100 Euro Aufschlag in einem Schlag: Sony macht ernst und verlangt für jede PlayStation 5-Version ab 2. April 2026 draufgelegt. Die Digital Edition klettert auf 599,99 Euro, das Modell mit Laufwerk auf 649,99 Euro. Die PS5 Pro rutscht sogar bis auf 899,99 Euro – eine psychologische Marke, die selbst Hardcore-Gamer zum Umdenken zwingt.

Das sind die neuen preise im überblick

Die Ankündigung fiel knapp, beinahe beiläufig, ins PlayStation.Blog. Isabelle Tomatis, Vize-Präsidentin Global Marketing, spricht von „notwendigen Schritt“, um „innovative Spielerlebnisse“ zu sichern. Klingt nach Standardphrase, doch dahinter steckt ein kalter Kalkül: Nach Lieferengpässen, Inflation und Chipkrisen will Sony die Margen endlich wieder in grüne Bereiche schieben.

Der PlayStation Portal, Sonys Streaming-Handheld, folgt dem Trend: plus 30 Euro, neuer Preis 249,99 Euro. Peripheriegeräte bleiben zunächst verschont, doch internen Quellen zufolge plant der Konzern weitere Nachbesserungen beim Zubehör. Wer jetzt noch zu alter Preisliste zuschlagen will, hat genau eine Woche – Händler wie Amazon und MediaMarkt bestätigen, dass ab Mitternacht 1. April die alten Preise abgelöst werden.

Community reagiert mit boykott-rufen

Community reagiert mit boykott-rufen

Die Community ist erbost. Auf Reddit kursiert der Hashtag #NoBuySony, Twitter/X gleicht einem Shitstorm. Der dritte Affront innerhalb von zwei Monaten: Erst das dynamische Preis-Experiment für Horizon-DLC, dann das umstrittene Konsolen-Abo-Modell, nun der Hammer. Selbst loyalste Fans sprechen von „Vertrauensbruch“. Der Branchenanalyst Dr. Serkan Toto sieht Sony in einer Zwickmühle: „Die Hardware ist endlich lieferbar, aber die Nachfrage bricht ein, wenn die Preise steigen. Das ist ein seltenes Paradoxon in der Konsolengeschichte.“

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Nintendo bereitet die Switch 2 vor, Microsoft stockt die Xbox-Series-S-Bundles auf – beide Konkurrenten halten ihre Preise stabil. Sony nutzt die Markenstärke, bevor neue Konkurrenz auf den Plan tritt. Ob die Strategie aufgeht, zeigt sich spätestens im Sommer, wenn die Q1-Zahlen veröffentlicht werden. Ein erster Indikator: Die Verkaufszahlen der PS5-Pro-Version gingen laut Media Create in Japan letzte Woche bereits um 18 % zurück.

Ein Trost bleibt: Gebrauchtgeräte erhalten plötzlich Zulauf. eBay verzeichnet seit Freitag einen 37 % Anstieg der PS5-Inserate – ein Parallelmarkt, der Sony egal ist, den Händlern aber Umsätze raubt. Kurz: Wer sparen will, kauft jetzt gebraucht oder wartet auf Bundles zur Weihnachtszeit. Wer unbedingt neu will, zahlt ab April die Premium-Steuer – und trägt dazu bei, dass Sonys Gewinnmargen wieder glänzen, während die Spieler bluten.