Bayern lacht über 200-millionen-olise: kein anruf, kein preis, kein plan

200 Millionen für Michael Olise? Die Bayern-Bosse grinsen nur. Seit Tagen kursiert die Zahl durch europäische Medien, ein Angebot von Liverpool, heißt es, 200 Millionen Euro für den Franzosen, der gerade in Boston Brasilien mit einem Traumpass eiskalt vorführte. Die Reaktion aus München kam prompt – und war klar: Lachnummer.

Jan-Christian Dreesen ließ über seine Pressestelle ausrichten, man habe „nicht einmal ein Fax“ erhalten. Uli Hoeneß ging auf dem KI-Festival in Münster noch weiter: „Wenn die wirklich 200 Millionen auftreiben wollen, sollen sie vorher mal schauen, was sie damit bei sich selbst kaputtmachen.“ Gemeint ist Liverpools verkorkste Saison nach 500-Millionen-Euro-Einkaufswut. Der Ehrenpräsident lachte, applaudierte sich fast selbst – und schickte anschließend ein Statement in alle Welt: Olise bleibt.

Olise selbst spielt den ball runter – und trifft dafür

Der 24-Jährige schweigt zu den Zahlen. Stattdessen lässt er Fußball sprechen. Gegen Brasilien bereitete er das 0:2 vor, lieferte seine 96. Torbeteiligung in 94 Pflichtspielen für den FC Bayern. Die Quote ist absurd, sie erklärt, warum Klubs wie Real Madrid oder der FC Liverpool überhaupt solche Fantasiesummen in den Raum stellen. Für die Königlichen soll es ein 160-Millionen-Paket gewesen sein, jetzt also 200 – plus ein Salah-Ersatz. Doch die Münchener Rechnung ist simpel: Einen besseren Rechtsaußen gibt es derzeit nicht. Warum verkaufen?

Kylian Mbappé, der französische Kapitän, nannte Olise nach dem Test in Boston „taktisch flexibel wie ein Schweizer Taschenmesser“. Vincent Kompany lobt ihn intern als „Raumdeuter mit Turbo“. Die Fangemeinde feiert ihn längst als Messi der Isar, weil seine Bewegungen so unberechenbar wirken, dass selbst Bundesliga-Abwehrreihen erst mal orientierungslos stehen. Und genau das ist der Punkt: Bayern will Titel, nicht Kontostände.

Der fc bayern plant mit olise – und mit dem ballon d’or

Der fc bayern plant mit olise – und mit dem ballon d’or

Intern geht die Rechnung weiter: Olise soll 2026 Weltmeister werden, mit dem FC Bayern Champions-League-Sieger, Deutscher Meister und Pokalsieger. Dann winkt der Ballon d’Or. Max Eberl formulierte es im Trainingszentrum so: „Wir trauen ihm alles zu, weil er alles kann.“ Sportlich ist das Programm klar: Meisterschaft vorzeitig sichern, Double holen, Wembley gewinnen. Ein Verkauf käme einer Sabotage gleich.

Die 200 Millionen, sagt Hoeneß, würden „nur die Bank füllen, aber nicht das Tor“. Und genau deshalb bleibt Olise. Keine Klausel, kein Preisschild, kein Zurück. Die Gerüchte werden weiterkochen, die Zahlen weiter explodieren. Doch in München lacht man – und lässt den Franzosen einfach weiterspielen. Die Liga soll sich warm anziehen. Der nächste Gegner wartet schon.