Sonnekalbs olympia-traum geplatzt: deutsche eisschnellläufer weiter ohne medaille

Enttäuschung für finn sonnekalb in mailand

Die Hoffnungen auf eine Medaille im deutschen Eisschnelllauf ruhen weiter. Finn Sonnekalb, der junge Star am Himmel des deutschen Sports, hat bei seinen ersten Olympischen Winterspielen in Mailand den erhofften Durchbruch verpasst. Auf seiner Paradestrecke, den 1500 Metern, reichte es am Donnerstag lediglich zum 13. Platz in einer Zeit von 1:45,64 Minuten. Damit blieb er deutlich hinter den Podestplätzen zurück.

Zhongyan gewinnt mit olympischem rekord

Zhongyan gewinnt mit olympischem rekord

Gold ging an den Chinesen Ning Zhongyan, der mit einer atemberaubenden Zeit von 1:41,98 Minuten einen neuen Olympiarekor aufstellte. Silber sicherte sich der US-amerikanische Sprint-Spezialist Jordan Stolz (1:42,75), der in Mailand bereits zwei Medaillen gewonnen hatte. Den dritten Platz belegte der Niederländer Kjeld Nuis (1:42,82), ein erfahrener Champion und ehemaliger Olympiasieger.

Schwache vorstellung der deutschen mannschaft

Schwache vorstellung der deutschen mannschaft

Auch die weiteren deutschen Starter konnten sich nicht in den Vordergrund kämpfen. Hendrik Dombek (München) landete auf Platz 19 mit einer Zeit von 1:46,52 Minuten, während Moritz Klein (Erfurt) mit 1:46,54 Minuten den 20. Rang belegte. Die deutsche Leistung war insgesamt enttäuschend und spiegelt die Schwierigkeiten des Teams wider.

Sonnekalb mit suboptimalem lauf

Sonnekalb war im 14. von 15 Paaren an den Start gegangen, eine Position, die seine bisherigen Erfolge im Weltcup widerspiegelte. Er traf im direkten Duell auf den 5000-Meter-Olympiasieger Sander Eitrem. Nach einem Fehlstart des Norwegers begann Sonnekalb zwar gut, doch es wurde schnell klar, dass eine Top-Platzierung unerreichbar sein würde. Die Vorbereitung war holprig verlaufen.

Erholung nach virusinfekt reichte nicht

Vor einer Woche hatte Sonnekalb auf der Nebenstrecke 1000 Meter bereits den zwölften Platz belegt, damals jedoch noch geschwächt von einem viralen Infekt. Er hatte die Wettkampfpause zur Erholung genutzt und sich bereit gefühlt. "Mir geht's echt deutlich besser. Ich würde sagen, dass ich fast wieder bei 100 Prozent bin", hatte er am Mittwoch noch optimistisch erklärt. Doch die Form reichte letztendlich nicht aus.

Desg weiterhin ohne erfolgserlebnis

Die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) wartet seit den Winterspielen 2014, 2018 und 2022 auf eine Medaille. In Mailand droht nun die nächste Nullrunde. Die Enttäuschung ist groß, aber die Hoffnung auf bessere Zeiten bleibt bestehen. Man wird sich nun intensiv mit den Gründen für die schwache Leistung auseinandersetzen müssen.

Ausblick und mögliche ursachen

Die Gründe für die anhaltende Durststrecke des deutschen Eisschnelllaufs sind vielfältig. Neben der starken internationalen Konkurrenz spielen sicherlich auch fehlende Investitionen in den Nachwuchsbereich und eine mangelnde Trainingsinfrastruktur eine Rolle. Die DESG steht vor großen Herausforderungen, um den Sport in Deutschland wieder erfolgreich zu machen. Die Analyse der Ergebnisse und die Entwicklung einer langfristigen Strategie sind jetzt entscheidend.