Slalom-kracher in axamer lizum: heute live die deutschen throne im netz
Die Anzeigetafel ist noch warm, doch schon geht’s weiter. Am Sonntag, 29. März, verschiebt sich die Macht im deutschen Ski-Zirkus – und Sie sitzen in der ersten Reihe. Ab 11.00 Uhr zeigt BR24Sport im Livestream beide Slalom-Durchgänge der Internationalen Deutschen Meisterschaften aus der Axamer Lizum. Titelverteidigerin Emma Wieser (SC Lenggries) und der Münchner Champ Linus Straßer müssen sich gegen hungrige Nachwuchskanonen behaupten. Ein Klick genügt: ARD Mediathek, BR24App oder einfach den gelben Knopf drücken – Kommentator Tobias Barnerssoi liefert den Soundtrack zum Thronwechsel.
Die vorzeichen: frisch gekürte giganten, verpasste super-g
Die Vorarbeit ist erledigt. Jessica Hilzinger (SC Oberstdorf) krönte sich am Freitag zur Riesenslalom-Königin – 28 Jahre jung, 0,35 Sekunden hinter Leonie Raich, aber vor allen Deutschen. Bei den Männern sorgte Hannes Amman (RG Burig Mindelheim) für den großen Knall: ohne Weltcup-Punkte, dafür mit eisernen Nerven und einer zweiten Lauf-Fahrt, die selbst Routinier Anton Grammel (TV Kressbronn) mit offenem Mund stehen ließ. Grammel wurde nur Vierter, Fabian Gratz flog raus – und plötzlich steht ein 23-jähriger Lehrling auf dem Thron.
Die Super-G-Damen hatten Pech. Starker Wind und weiche Piste ließen die Rennen am Freitag platzen. Kira Weidle-Winkelmann und Lena Dürr packten bereits die Skier ein, müssen nun im Slalom nachlegen. Die Organisatoren rechnen knapp: Wer heute zögert, fliegt morgen raus.

Abfahrt schon entschieden: dorigo und rösle setzen zeiten
Donnerstag war Tag der Abfahrer. Ohne Weidle-Winkelmann und ohne Aicher nutzte Fabiana Dorigo (TSV 1860 München) die Gunst der Stunde – 1,42 Sekunden Vorsprung auf die Konkurrenz. Hinter ihr reihten sich die Talente auf: 21-jährige Emily Wörle (+0,91) und 19-jährige Antonia Reischl (+1,17) zeigen, dass der Nachwuchs nicht mehr nur zittert, sondern attackiert.
Bei den Männern schraubte sich Felix Rösle (SC Sonthofen) in 2:03,47 Minuten in die Annalen – nur drei Hundertstel Vorsprung vor dem kurzzeitig zurückgetretenen Romed Baumann. Der Ex-Weltcup-Fahrer lachte hinterher: „Man kann Skifahren anscheinend doch nicht verlernen.“ Super-G-Juniorenweltmeister Benno Brandis (+0,13) wurde Dritter – und kassierte wertvolle Punkte für die Psyche. Simon Jocher landete auf Rang sieben – für den Garmischer eine Standortbestimmung mit Fragezeichen.

Was heute auf dem spiel steht
Der Slalom ist die Disziplin der Nerven. 63 Tore, zwei Durchgänge, keine Gnade. Wieser will ihre Titelserie ausbauen, Straßer seine Marke verteidigen. Doch die Jungen schlafen nicht: Grammel will Revanche, Gratz will Vergessen, Amman will den Doppel-Triumph. Bei den Frauen lauert Lena Dürr nach dem Super-G-Aus auf ihre Chance – und im Hinterhof der Lizum schwirrt das Gerücht, dass die Österreicher heimlich die Torstangen ein Stück enger gestellt haben.
Die Uhr tickt. Wer um 11.00 Uhr nicht in der Spur steht, schaut in Richtung Tal. Die Axamer Lizum ist berühmt für ihre Steilheit – und für ihre Demut. Keine Statistik schützt vor einem Hänger, keine Startnummer vor dem Aus. Heute zählt nur eines: Wer die Kante trifft, trifft auch den Titel.
Die Live-Übertragung beginnt punkt 11.00 Uhr. Die Spannung beginnt jetzt.
