Skispringen olympia: bittere entscheidung in mailand cortina – deutschland verpasst bronze knapp
- Skispringen olympia: bittere entscheidung in mailand cortina – deutschland verpasst bronze knapp
- Abbruch wirft fragen auf
- Schuster sieht jury in der pflicht
- Emotionale achterbahn für raimund und wellinger
- Schmitt kritisiert späte reaktion der jury
- Bilanz: bittere, aber insgesamt positive olympia-teilnahme
- Ergebnisse im überblick
Skispringen olympia: bittere entscheidung in mailand cortina – deutschland verpasst bronze knapp
Mailand Cortina 2026 – Die deutschen Skispringer erlebten bei den Olympischen Spielen in Mailand Cortina ein Wechselbad der Gefühle. Nach dem Gold-Jubel eine Woche zuvor folgte im Super-Team-Wettbewerb eine bittere Enttäuschung. Philipp Raimund und Andreas Wellinger verpassten die Bronzemedaille um hauchdünne 16 Zentimeter. Der wetterbedingte Abbruch des Wettbewerbs sorgte für hochkochende Emotionen und Diskussionen.
Abbruch wirft fragen auf
Nach einem unkonstanten Sprung von Andreas Wellinger im dritten Durchgang schien die Hoffnung bereits verloren. Doch Philipp Raimund zeigte einen beeindruckenden Sprung im zunehmenden Schneetreiben, der die Bronzemedaille plötzlich in Reichweite brachte. Kurz darauf wurde der Wettkampf jedoch unterbrochen und schließlich abgebrochen. Die Wertung erfolgte nach zwei Durchgängen, was zu einem enttäuschenden vierten Platz für das deutsche Team führte.

Schuster sieht jury in der pflicht
Eurosport-Experte Werner Schuster äußerte sich differenziert zu der Entscheidung der Jury. "In letzter Konsequenz war die Entscheidung der Jury sicherlich richtig. Hätte man den Durchgang durchgepeitscht, wäre es sehr unfair geworden", so Schuster. Er kritisierte jedoch auch das Timing: "Entweder hätte man schneller weitermachen müssen oder eine Pause machen müssen – eine Viertelstunde, das passiert ja immer wieder. Aber ich vermute, bei Olympia ist Zeitdruck da.".

Emotionale achterbahn für raimund und wellinger
Philipp Raimund zeigte sich nach dem Abbruch sichtlich frustriert: "Ich bin sehr unglücklich. Das kotzt mich gerade richtig an". Auch Andreas Wellinger ließ seine Enttäuschung nicht verbergen. Der Sportdirektor Horst Hüttel bemängelte die fehlende "professionelle Besonnenheit" der Jury. Die knappe Niederlage von nur 0,3 Punkten – den erwähnten 16 Zentimetern – schmerzte umso mehr.

Schmitt kritisiert späte reaktion der jury
Auch Martin Schmitt, ebenfalls Eurosport-Experte, kritisierte die Entscheidung der Jury vor Ort. "Sie hat sich bei Prevc nicht getraut, zu reagieren", sagte der Team-Olympiasieger von 2002. "Mit den Erfahrungen aus dem Weltcup hätte man schon eine schnelle Entscheidung für einen Gatewechsel treffen können. Da hätte man eigentlich Gas geben müssen.".

Bilanz: bittere, aber insgesamt positive olympia-teilnahme
Trotz der bitteren Enttäuschung im Super-Team-Wettbewerb zog Werner Schuster insgesamt eine leicht positive Olympia-Bilanz. Das deutsche Team habe zwar "ein bisschen" gefehlt, aber insgesamt eine gute Leistung gezeigt. Die emotionalen Auswirkungen des verpassten Podestplatzes waren jedoch enorm: "Emotional ist das brutal, wenn am Ende nur drei Zehntel fehlen".

Ergebnisse im überblick
| Platz | Nation |
|---|---|
| 1 | Österreich |
| 2 | Polen |
| 3 | Norwegen |
| 4 | Deutschland |
