Sinner jagt alcaraz: 45 tage ohne punkteverlust – der countdown läuft

Jannik Sinner hat in Indian Wells nicht nur den Titel geholt. Er hat Carlos Alcaraz die Zunge rausgestreckt. 1.000 Punkte näher an der Weltspitze, 45 Tage Schonfrist, null Druck. Die Jagd auf Platz eins beginnt jetzt.

Der clostebol-bonus wird zur waffe

Der clostebol-bonus wird zur waffe

Weil Sinner vor zwölf Monaten gesperrt war, steht auf seinem Konto bis Rom kein einziger Punkt, der wegfallen könnte. Alcaraz dagegen muss in Monte Carlo 1.000 Punkte verteidigen, in Barcelona weitere 330. Ein gefundenes Fressen für den Südtiroler, der seit Melbourne 16 Matches in Serie gewonnen hat und in Miami ebenfalls frei aufspielen darf. Die Rechnung ist simpel: Jeder Sieg bringt ihn näher an Alcaraz, ohne dass er etwas riskiert.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Vor Australian Open betrug der Rückstand 3.350 Punkte, jetzt sind es noch 2.150. Bei den US-Swing-Turnieren wird sich diese Lücke weiter verengen, wenn Alcaraz im Mutterland des Sandes unter Druck gerät. Nach Roland Garros drohen dem Spanier sogar 3.000 Punkte zu verfallen – Sinner nur 1.950. Die Saison ist noch jung, aber die Richtung ist klar.

Die Frage ist nicht mehr, ob Sinner Nr. 1 wird, sondern wann. Er muss nur halten, was er momentan zeigt: unbeirrbar, präzise, ohne Nervenflattern. Alcaraz kann sich warm anziehen. Die Tenniswelt blickt nach Miami – und dann nach Europa. Der Kreisel dreht sich. Schneller als gedacht.