Simeones jüngster sohn zieht ins wm-kader ein – und spielt dabei opa die leviten

Giuliano Simeone hat sich in der Nacht von Montag auf Dienstag selbst interviewt – und dabei die Geschichte seines Lebens erzählt. Der 21-Jährige sprach im Podcast „Lo del Pollo Mundial“ offen über seine Rolle bei Atlético Madrid, die erste Cap für Argentinien – und warum er sich trotzdem nicht als „Seleccionado“ bezeichnet.

Opa carlos hatte den drehbuchschreiber schon vor jahren gezeichnet

„Wenn ich bei River spielte, sagte er: ‚Du wirst für Argentinien spielen, du wirst auf die Bühne kommen, du wirst für das Trikot rennen‘“, erinnert sich Giuliano. „Ich war Stürmer, noch kein U-17- oder U-20-Einsatz in Sicht. Ich antwortete: ‚Opa, halt die Klappe.‘ Er blieb hartnäckig.“ Am 20. November 2024 wurde der Kreis geschlossen: In Lima gegen Peru lief „Giuli“ als Einwechselspieler auf – 14 Monate vor dem WM-Triple in den USA, Mexiko und Kanada.

Die Zahlen sprechen für sich: Lionel Scaloni berief ihn seit Oktober 2023 in 15 von 18 Länderspielen. Kein Mitspieler außerhalb der etablierten Stars kommt auf diese Quote. Trotzdem schlägt Giuliano dem Begriff „Stammplatz“ eine Absage. „Ich bin kein Spieler der Selección. Es gibt auserwählte Figuren – und Leute wie mich, die jeden Morgen aufstehen und sich erneut bewerben müssen. In Europa und Argentinien kämpfen Hunderte mit dem gleichen Ziel.“

Der preis der rotation: ein tag reicht, um aus dem kader zu fliegen

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Seine Devise klingt wie ein internes Leistungsdiktat: „Ein schlechter Tag genügt, und ein anderer Junge reißt dir den Platz weg. Deswegen lasse ich keine Sekunde nach.“ Bei Atlético absolvierte er in dieser Saison 1.487 LaLiga-Minuten – nur August-Winter-Coup Julián Alvarez kam bei den Rojiblancos häufiger zum Einsatz. Die Konkurrenz im argentinischen Angriff aber wächst stündlich: Valentin Castellanos trifft für Lazio, Lucas Ocampo für Sevilla, Matías Soulé für Roma.

Die Botschaft an Scaloni und die Konkurrenz lautet deshalb: „Wenn du denkst, du hast es geschafft, bist du bereits draußen.“ Giuliano Simeone hat den Sprung von der Tribüne Opa Carlos‘ in die Startelf der Albiceleste geschafft – und weiß, dass die nächste Hürde schon vor der Türe lauert. Für ihn beginnt der Krieg um den WM-Platz jeden Tag aufs Neue.