Euroliga explodiert auf 4,3 milliarden euro – der krieg um europas korb
3,2 Milliarden Euro heute, 4,3 Milliarden morgen. Die Euroliga hat sich selbst zum Asset-Riesen gemacht, während NBA und FIBA noch um Regeln streiten.

Die bewertung, die die konkurrenz wachrüttelt
JB Capital rechnet für 2025/26 bereits 1,41 Milliarden Euro allein für die Competition. Ein Jahr später sollen es 1,64 Milliarden sein – das ist ein Plus von 16 % innerhalb von zwölf Monaten. Die Formel dahinter: ein jährlicher Umsatz- und EBITDA-Sprung von mindestens 10 %, von 2022/23 bis 2034/35. Wer das so durchzieht, spielt nicht mehr im sportlichen, sondern im Finanz-Liga-Betrieb.
Die Klubs werden mitbewertet, klar. 1,8 Milliarden Euro Gesamtvolumente standen zuletzt auf der Skala. Die Bandbreite reicht von 60 Millionen für die Kleinen bis 320 Millionen für jene, die schon jetzt wie Tech-Start-ups operieren: globale Fan-Token, VIP-Kohorten, E-Sports-Franchises.
Doch das ist erst der Auftakt. Sobald die zehnjährigen Lizenzen in richtige Franchise-Modelle umschlagen, rechnet JB Capital mit einem Extra-Schub von 25 %. Dann wäre das System Euroliga plus 18 Aktionären 4,3 Milliarden Euro schwer – mehr als einige Fußball-Bundesligisten zusammen.
Die Botschaft an NBA Europe und FIBA: Der Zug ist abgefahren. Die Euroliga hat sich mit Private-Equity-Geld und TV-Paketen so tief in die Geschäftsfelder eingegraben, dass ein Zurück auf Amateurniveau nicht mehr möglich ist. Die Frage ist nicht mehr, wer den Korb trifft, sondern wer den Cashflow behält.
