Pozzo schockt mit preis-label: 300 millionen für udinese – aber kein verkauf!

Giampaolo Pozzo zieht die Bremse. 300 Millionen Euro lautet seine interne Schätzung für den Klub, doch das ist reines Gedankenspiel. „Wir wollen nicht verkaufen, wir wollen international werden“, sagt der Patriarch im Gespräch mit Mondo Udinese und schickt damit alle Spekulanten nach Hause.

Pozzo zieht bilanz: „diese saison ist nur die halbzeit“

Die Saison verläuft wie ein Achterbahnritt: mal Europa-Plätze, mal Abstiegsangst. Pozzo sieht darin kein Drama, sondern einen Lehrplan. „Wir haben junge Spieler, wir haben eine neue Spielphilosophie, und wir haben Zeit“, erklärt er. Die Kritik an Trainer Andrea Sottil lässt er abprallen wie ein kapitaler Rückschlag im Sechzehner. Stattdessen nennt er Atalanta als Vorbild: kluge Scouting-Strategie, kontinuierliche Champions-League-Präsenz, solide Bilanzen.

Die 300-Millionen-Angabe ist kein Zufall. Im Vorjahr kreuzten sich erste Fühler mit Investoren, doch Pozzo winkte ab. „Wenn wir verkaufen wollen, dann mit einem Projekt, das Udine auf die Weltkarte setzt“, betont er. Kein Schnellschuss, kein Rendite-Deal, sondern ein Langfristplan mit Stadien-Ausbau, Akademie-Expansion und globalen Partnern.

Davis-entscheidung steht bevor – nani liefert update

Davis-entscheidung steht bevor – nani liefert update

Wechselt die Blickrichtung rüber zum Transfermarkt. Keinan Davis, die Leihgabe aus Birmingham, steht vor der Nationalitäts-Entscheidung: Jamaika oder England? Sein Berater Nani bestätigt gegenüber Sky Italia: „Wir treffen die Wahl innerhalb der nächsten zehn Tage.“ Für Udinese heißt das: Entweder schnelle Ausweitung des Kaders oder Rückkehr zu einem Sturm ohne klassische Neun. Die Klausel liegt bei 15 Millionen Euro – ein Betrag, der Pozzos Rechnung wieder auf 315 Millionen hochschrauben würde.

Die Fans reagieren gespalten. Die einen feiern den Präsidenten als Stabilitätsgarant, die anderen fordern endlich frisches Kapital für Top-Transfers. Pozzo bleibt cool: „Kapital kommt durch Erfolg, nicht durch Feuerverkauf.“

Am Sonntag gastiert Udinese bei Lecce, ein Sechs-Punkte-Spiel im Kampf gegen den Abstieg. Pozzo wird nicht dabei sein – er bereitet den nächsten Schritt vor: ein Partnerclub in den USA, ein Campus in Katar, ein Udinese-Label auf Weltniveau. 300 Millionen sind nur der Anfang.