Weiser-comeback: hoffnung schwindet – zukunft in bremen ungewiss

Die Wartezeit für Mitchell Weiser in Bremen scheint endlos. Nach einem Kreuzbandriss, der ihn seit dem Saisonvorbereitungsstart außer Gefecht gesetzt hat, zeichnet sich keine schnelle Rückkehr ab, und seine Zukunft beim SV Werder Bremen hängt in der Schwebe.

Ein interview als höhepunkt?

Ein Blick zurück: Der 32-Jährige trug das Werder-Trikot zuletzt am 34. Spieltag der Vorsaison in Heidenheim. Seinen auffälligsten Auftritt in dieser Saison absolvierte er jedoch in der Halbzeitpause des Spiels gegen RB Leipzig als Interviewgast bei Sky – ein ironischer Moment, angesichts seiner langen Ausfallzeit. Weiser hatte ursprünglich einen frühen Januar-Einsatz angestrebt, doch die Rehabilitation gestaltet sich zäh, wie seine eigenen Aussagen verdeutlichen: „Als es frisch passiert ist, habe ich gesagt: Ich komme im Januar zurück. Weil ich dachte, ich nehme die Reha auseinander. Was ich gelernt habe, ist, dass es einfach die Zeit braucht, die es braucht.“

Trainer Daniel Thioune schränkte am Dienstag ein: „Ich glaube nicht, dass er in dieser Saison in einem Punktspiel noch auf den Platz zurückkehrt.“ Eine Prognose, die die Hoffnung der Fans weiter dämpft.

Leistungsbezogene verträge und offene verhandlungen

Leistungsbezogene verträge und offene verhandlungen

Die Situation wird durch Weisers auslaufenden Vertrag komplizierter. Gespräche über eine Verlängerung laufen, doch eine Einigung scheint nicht in Sicht. Werder hat seine Bereitschaft signalisiert, ein leistungsbezogenes Angebot zu unterbreiten. Die Frage ist, ob die Vorstellungen beider Seiten vereinbar sind. Die Spielerseite scheint hier zögerlich, was die Skepsis um eine Fortsetzung der Zusammenarbeit weiter anheizt.

Kownacki und die leihrückkehrer: wen braucht werder wirklich?

Kownacki und die leihrückkehrer: wen braucht werder wirklich?

Neben der Weiser-Situation wirft auch die Rolle von Dawid Kownacki, einem von drei Leihrückkehrern (von Hertha BSC), Fragen auf. Obwohl Thioune, der Kownacki in Düsseldorf erfolgreich betreute, am Ruder steht, wirkt man in Bremen nicht besonders euphorisch bezüglich einer dauerhaften Verpflichtung. Skelly Alvero (Amiens SC) und Leon Opitz (Karlsruhe) scheinen ebenfalls keine Perspektive in der Hansestadt zu haben – Investitionen, die sich bisher nicht ausgezahlt haben. Besonders der Transfer von Alvero für 4,75 Millionen Euro im Jahr 2024 stellt einen herben Transfer-Fehlgriff dar.

Die kommenden Tage werden entscheidend sein. Werder Bremen muss sich entscheiden, welchen Weg sie einschlagen wollen – und ob Mitchell Weiser dabei eine Rolle spielen wird. Es bleibt abzuwarten, ob die Verhandlungen noch eine Wendung nehmen oder ob der erfahrene Außenbahnspieler Bremen im Sommer verlässt.