Shevchenko zurück in milanello: goldener ball trifft auf alte freunde

Andriy Shevchenko hat Milanello wieder einmal mit seiner bloßen Anwesenheit elektrisiert. Der ukrainische Ballon-d’Or-Gewinner spazierte am Mittwoch ins Trainingszentrum von AC Milan, nur 48 Stunden vor dem Schlüsselspiel gegen Lazio Rom – und alle Uhren schienen stillzustehen.

Der 47-Jährige umarmte Rafael Leão, tauschte flüsternde Sätze mit Luka Modrić, der für ein paar Stunden ebenfalls zu Besuch war, und schmunzelte mit Max Allegri, der vor zehn Jahren noch seine Trainer war. Igli Tare, ehemaliger Lazio-Sportdirektor, stand ebenfalls im Kreis – ein Foto, das sofort die Klatschspalten füllte.

Ein blick, der mehr sagt als jede ansprache

Shevchenko blieb nicht nur zur Höflichkeit. Er stand 45 Minuten am Spielfeldrand, beobachtete Stefano Pioli’s Taktik-Übungen, nahm sich danach einzelne Spieler beiseite. Augenzeugen berichten, dass Leão nach dem Gespräch mit dem ukrainischen Torjäger anders auf dem Rasen stand – „als hätte jemand den Turbo-Knopf neu kalibriert“, sagte ein Klubinsider.

Die Statistik liefert den Rest: In Shevchenkos letzter Saison 2005/06 erzielte Milan 83 Tore in 38 Spielen. Die aktuelle Mannschaft steht bei 57 Treffern – bei noch fünf Partien Restprogramm. Die Zahlen sind laut; Shevchenkos Blick ist der Weckruf.

Warum dieser besuch mehr ist als nostalgie

Warum dieser besuch mehr ist als nostalgie

Milan braucht gegen Lazio unbedingt drei Punkte, um die Champions-League-Ränge zu sichern. Shevchenko kennt die Druckkochsituation: 1999 traf er im letzten Spiel gegen Perugia den Siegtreffer, der die Scudetto>-Mission rettete. „Er hat den Jungs gesagt, dass ein einziger Moment reicht, um zur Legende zu werden“, verrät ein Staff-Mitglied.

Nach dem Training schloss sich der Kreis: Shevchenko stieg wieder in seinen Wagen, ließ das Fenster runter und rief Richtung Kabine: „Forza ragazzi, portateci in Champions!“ Dann fuhr er davon – aber die Spannung, die er hinterließ, bleibt bis Sonntagabend in der Luft hängen.