Bayern vor leverkusen: die statistik, die nagelsmann kalt machte

Der FC Bayern fliegt zurzeit so hoch, dass selbst die Wolken nach unten gucken müssen. Harry Kane brennt mit 39 Ligatreffern wie ein Komet durch die Bundesliga, Michael Olise liefert mit 18 Assists die Treibstoff-Ladung. Doch in Leverkusen wartet ein Graben, der selbst dieser Gala-Saison die Stollen ziehen könnte.

Die bayarena ist bayerns persönliche schockstarre

Seit drei Pflichtspielen warten die Münchner dort auf ein Tor. Drei Spiele, 270 Minuten, eine einzige Karte: Rot. Die Zahlen höhlen die Statistik aus wie ein Biber einen Baum. Fünf Siege aus den letzten 16 Gastspielen, dazu sechs Remis und fünf Pleiten – das ist kein Ausrutscher, das ist ein Muster. Und es hat ein Gesicht: Harry Kane.

Der Engländer traf in fünf Bundesliga-Duellen gegen Bayer 04 genau einmal. Das war am 8. Dezember 2023, beim 2:2 in der Allianz Arena. Seitdem: Leere. In keiner anderen Stadt, die einen Erstligisten beherbergt, ist Kane so harmlos wie in Leverkusen. Auch Olise, sonst ein Assistent im Dauerdienst, schaut bei der Werkself in die Röhre: drei Einsätze, null Scorerpunkte.

Die champions league ist der vergessene trumpf

Die champions league ist der vergessene trumpf

Da schlägt die Stunde der Ironie. Wer die Europapokal-Klamotten aus dem Schrank kramt, findet ein völlig anderes Bayern. Im Februar 2024 demontierten sie Leverkusen in der BayArena mit 2:0, im Oktober zuvor sogar 3:0. Kane: drei Tore, Olise: eine Vorlage. Die Statistik kennt also zwei Wahrheiten – und die Bundesliga-Version ist die bittere.

Am Samstag könnte sich das Blatt endlich wenden. Xabi Alonso sitzt nicht mehr auf der Bank, Florian Wirtz nicht mehr im Zentrum. Jonathan Tah? Vielleicht, aber dann in Rot-Weiß, nicht in Schwarz-Rot. Die Frage ist nicht, ob Bayern die Serie brechen kann. Die Frage ist, ob sie es endlich tun – oder ob Leverkusen wieder der Ort bleibt, an dem Rekorde verrecken.