Sevilla berührt die herzen: junge mit 'schmetterlingshaut' inspiriert fußballteam
Ein Besuch, der mehr bewegte, als es auf den ersten Blick scheint: Der junge Sevillista Leo, der an der seltenen Epidermolysis Bullosa (EB), auch 'Schmetterlingshaut' genannt, leidet, traf gestern auf das Team von Sevilla FC. Was als freundlicher Besuch geplant war, entwickelte sich zu einer Begegnung, die die Spieler und den Trainerstab tief berührte und ihnen eine wichtige Lektion vermittelte.

Ein kampf gegen eine schmerzhafte krankheit
Leo, begleitet von seiner Mutter Lidia, wurde im Rahmen des Programms 'Salud Emocional' der Fundación 1890 des Sevilla FC in der Sportanlage empfangen. Der mutige Junge, der sich im März bereits im Europäischen Parlament für bessere Behandlungsmöglichkeiten für EB-Patienten eingesetzt hat, bat die politischen Entscheidungsträger um die Zulassung des Medikaments Vyjuvek, das in anderen Ländern bereits Anwendung findet. EB ist eine genetische Erkrankung, die zu extrem empfindlicher Haut führt, die bei geringster Berührung blättert und schmerzhafte Blasen bildet. Die Wunden heilen nur langsam und bergen das Risiko von Infektionen und anderen schwerwiegenden Komplikationen.
Seine Worte im Europäischen Parlament – „Wenn meine Haut einmal eure wäre, ich wette, ihr würdet alles tun, um die Dinge zu ändern. Bitte helft uns, ohne Angst zu leben“ – hallten nach und fanden großen Anklang. Luis García Plaza, der Trainer des Sevilla FC, sprach heute in der Pressekonferenz über die emotionale Wirkung des Treffens. „Es war überwältigend. Der Junge strahlt einen unglaublichen Lebenswillen und Optimismus aus. Ich habe gehört, wie jemand sagte: 'Für ihn ist es ein Geschenk, Zeit mit den Spielern von Sevilla zu verbringen.' Aber für uns war es das Geschenk. Ein Mensch, der jeden Tag mit einer solchen Krankheit kämpft, der sich immer wieder aufrappelt, ist wirklich inspirierend.“
Leo selbst schilderte den morgendlichen Kampf: „Es ist sehr schwer, aufzustehen, weil man nicht weiß, ob es schmerzhaft sein wird. Aber ich halte durch, wie ein Kämpfer.“ Er motivierte die Spieler mit den Worten: „Am Samstag alles geben!“ Nemanja Gudelj, Kapitän des Teams, überreichte ihm im Namen aller Spieler ein Trikot mit seinem Namen und der Nummer 16, das anschließend von der gesamten Mannschaft signiert wurde, sowie einen offiziellen LaLiga-Ball. Der Trainer lud ihn zudem persönlich zum Spiel am Samstag gegen Atlético Madrid ein.
Die Begegnung mit Leo hat die Spieler von Sevilla daran erinnert, wie privilegiert sie sind und welche Stärke und Entschlossenheit es braucht, um im Angesicht von Widrigkeiten durchzuhalten. Es ist eine Geschichte, die weit über den Fußball hinausgeht und uns alle dazu anregt, die kleinen Dinge im Leben wertzuschätzen und uns für das Wohl anderer einzusetzen. Die Hoffnung auf eine bessere Behandlung für Leo und alle EB-Betroffenen bleibt bestehen, und die Unterstützung des Sevilla FC ist ein Zeichen der Solidarität und des Mitgefühls.
