Sevilla bangt mit neuen konzepten – kann plaza die wende bringen?
Luis García Plaza hat das Ruder beim Sevilla FC übernommen und steht vor seiner ersten Bewährungsprobe im Auswärtsspiel gegen den CD Oviedo. Nach der Entlassung von Matías Alemán herrscht nun fieberhafte Vorbereitung und eine neue Dynamik im Team. Kann der erfahrene Coach die Andalusier zurück in die Erfolgsspur bringen und den Abstiegskampf gewinnen?
Die stimmung im kader: erleichterung und neue motivation
Die Spieler scheinen die Veränderung positiv aufzunehmen. Nach der Trennung von Alemán herrschte zwar kurz eine Phase der Trauer, doch Plaza hat schnell eine neue Energie im Team installiert. „Der Gruppe geht es gut“, bestätigte Plaza auf der Pressekonferenz. „César (Azpilicueta) fehlt uns verletzt und es gibt noch einige Sperren, aber der Rest ist bereit.“ Besonders die Bereitschaft, neue Konzepte zu verinnerlichen, hat ihm gefallen. Er betonte, dass jeder spanische Trainer, der Alemán ersetzt hätte, anders gewesen wäre.
Die Spieler zeigen großen Kampfgeist und den Willen, jeden Einsatz wie ein Finale zu behandeln. „Wir müssen uns bewusst sein, dass jetzt die heißen Phase beginnt“, so Plaza. „Die letzten neun Spiele entscheiden über alles.“

Oviedo: ein gegner, der sich nicht geschlagen gibt
Das Auswärtsspiel gegen Oviedo wird keinesfalls ein Selbstläufer. Der Gegner ist punktemäßig dicht hinter Sevilla und kämpft um den Klassenerhalt. Vor allem die Heimspiele gegen Atlético Madrid und Athletic Bilbao haben gezeigt, dass Oviedo ein unangenehmer Gegner ist, der schwer zu besiegen ist. „In dieser Liga gibt es keine leichten Gegner“, warnte Plaza. „Oviedo ist ein starkes, intensives Team mit viel Bewegung im Angriff.“
Besonders die Anfangsphase des Spiels wird entscheidend sein. Plaza erwartet eine hohe Intensität von Oviedo, die sein Team zunächst überstehen muss, um dann selbst das Spiel zu kontrollieren. „Wir müssen von Beginn an stark sein und das Spiel beruhigen“, forderte er.

Taktische anpassungen und die rolle der routiniers
Plaza hat bereits erste taktische Änderungen vorgenommen, um das Team stabiler zu machen. „Wir arbeiten daran, unsere Positionierung zu verbessern, mehr zu pressen und sauberer aus dem eigenen Bereich herauszuspielen.“ Er räumt ein, dass die Umstellung nicht sofort vonstattengehen wird, aber er ist zuversichtlich, dass die Spieler sich schnell anpassen werden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Reduzierung der Gegentore, da Sevilla die Kategorie mit den meisten Toren gegen sich führt.
Auch die Rückkehr von „Peque“ (Alejandro Pozo) ins Training ist ein positives Zeichen. Der erfahrene Mittelfeldspieler steht zwar noch nicht für die Startelf zur Verfügung, könnte aber im Laufe des Spiels wertvolle Impulse setzen. Plaza ist überzeugt, dass er dem Team mit seiner Erfahrung und seinem Einsatzwillen helfen wird.
Der schlüssel zum erfolg: kampfgeist und teamgeist
Plaza fordert von seinen Spielern vor allem eines: maximale Einsatzbereitschaft und gegenseitiges Vertrauen. „Wir müssen uns zwingen, jeden Ball zu wollen und jeden Zweikampf zu gewinnen“, betonte er. „Die Spieler müssen sich darauf verlassen können, dass sie sich aufeinander verlassen können.“ Er setzt auf eine familiäre Atmosphäre im Team, in der jeder für jeden kämpft. „Die Mentalität ist entscheidend. Wir müssen in jedem Spiel alles geben und uns gegenseitig unterstützen.“
Die Reise nach Oviedo wird für Sevilla zu einem echten Test. Doch mit der neuen Führung und dem Willen zum Erfolg wollen die Andalusier den Schwung mitnehmen und den Klassenerhalt sichern. Die Fans sind dabei und zeigen ihre Unterstützung - ein Zeichen, dass der Sevilla FC bereit ist, die Herausforderung anzunehmen. „Wir müssen zeigen, dass wir ein großes Team sind und den Wert des Trikots verstehen“, schloss Plaza seine Ausführungen ab.
