Servette droht sommer-exodus: cognat will weg, stevanovic zögert
Die Grenats stehen am Scheideweg. Während David Douline bis 2028 unterschreibt, plant Mittelkraft-Titan Timothé Cognat den Absprung – und Legende Miroslav Stevanovic überlegt, ob er mit 36 noch eine Runde dreht. Die Machtverhältnisse im Stade de Genève könnten sich innerhalb weniger Woche komplett verschieben.
Cognats koffer stehen bereit
Seit 2016 trägt er das Rot-Blau, doch die Luft wird dünn. Timothé Cognat, 28, Serbe mit französischem Pass und Cousin von Novak Djokovic, hat intern signalisiert: Er braucht einen neuen Reiz. Gourvennec nutzt ihn noch als Links-Achter, doch der Spieler sucht laut Blick ein Projekt, „das mich wieder wach küsst“. Fällt ein konkretes Angebot, fliegt er. Die sportliche Leitung schwieg zuletzt, doch die Summe dürfte bei 1,5 Millionen Euro liegen – für Servette ein Seitenwechsel-Geschäft, für Cognat die letzte große Karriere-Chance.
Die Statistik spricht für ihn: 218 Einsätze, 24 Tore, 31 Vorlagen. Kein anderer Mittelfeldspieler der Super League lief in den letzten fünf Jahren so konstant über 2.700 Minuten pro Saison. Wer ihn ersetzen soll, ist offen. Intern gilt Gent-Belgier Alessio Castro-Montes als Wunschtyp, doch die Preisliste beginnt bei vier Millionen – für Genf ein Budget-Problem.

Stevanovic schiebt entscheidung auf
Miroslav Stevanovic wird im August 36, trifft aber wie ein 25-jähriger Flügelstürmer. Neun Tore, sieben Assists, 31 Schuss-Chancen – nur Dereck Kutesa kommt bei Servette häufiger zum Abschluss. Trainer Gourvennec nennt ihn „unseren lebenden Beweis, dass Professionalität ein Turbo ist“. Doch selbst der Bosnier schwankt. Die Familie wartet in Sarajevo, das Knie schickt Warnsignale. Ein letzter Dreijahresvertrag? Ein Staffelstab in die Jugend? Stevanovic lässt sich bis Mai Zeit, dann entscheidet er nach ärztlichem Check. Fakt: Fällt er aus, fehlt Genf 30 Prozent der Torgefahr.
Die Club-Führung um Sportchef René Weiler plant deshalb doppelt. Doulines Verlängerung sichert Erfahrung, doch ohne Cognat und vielleicht ohne Stevanovic droht eine Generations-Delle. Die Fans spekulieren bereits auf TikTok über ein Comeback von Ex-Kapitän Alex Schalk – Quatsch, sagen Insider, „wir schauen nach Skandinavien und Nordamerika, wo wir junge, hungrige Leihspieler finden“.

Die machtfrage bleibt offen
Am 15. Juni beginnt die Vorbereitung. Bis dahin muss Gourvennec wissen, ob sein Mittelfeld aus Routine oder Neuanfang besteht. Douline bringt Stabilität, doch die Kreativ-Faktoren Cognat und Stevanovic könnten verschwinden. Die Super League wird 2024/25 enger – St. Gallen und YB investieren, Basel bastelt an einem neuen Power-Team. Servette riskiert, mitten im Umbruch den Anschluss zu verlieren. Die Sommersonne über Genf wird heiß – nicht nur für die Fans, sondern für die gesamte Zukunftsplanung der Grenats.
