Sergio de larrea wagt den nba-coup – und kann bis juni zurückziehen
Sergio de Larrea hat sich in letzter Sekunde für den NBA-Draft 2026 eingetragen – und damit eine Bombe gelegt, die erst in zwei Monaten detonieren könnte. Der 20-jährige Valencia-Basket-Routinier nutzte die Early-Entry-Option, um zu spüren, ob ein Klub ihn schon jetzt in der ersten Runde zieht. Bis zum 13. Juni darf er seinen Namen wieder zurückziehen, falls die Signale nicht stimmen.
Warum der draft-check genau jetzt kommt
Die Uhr tickte. Um 23:59 Uhr Ortszeit endete die Frist, sich als „Early Entry“ zu registrieren – ein freiwilliger Schritt, den Spieler gehen können, bevor sie mit 22 automatisch draftbereit sind. De Larrea sprang kurz davor ab, anders als sein spanischer Landsmann Aday Mara, der nach nur einem Jahr an der University of Michigan ebenfalls die Liga testet. Beide wollen wissen, wo sie wirklich stehen.
Valencia hatte den Vallisolitaner erst 2023 bis 2028 an sich gebunden, doch ein Ausstieg für die NBA war von Anfang an in den Vertrag geschrieben. Letzten Sommer zögerte De Larrea noch, weil seine Datenlage dünn war. Zwölf Monate später liegt ein solides Paket vor: 8,4 Punkte, 3,7 Assists, 1,8 Rebounds in durchschnittlich 21 Minuten ACB-Einsatzzeit, dazu 41 Prozent aus dem Dreier.

Zweite runde reicht nicht – er will garantiertes geld
Scouts ordnen ihn derzeit in Runde zwei ein. Das reicht nicht für einen garantierten Rookie-Kontrakt, sondern nur für die Summer-League und ein Two-Way-Gehalt. De Larrea will mehr. „Wenn kein Platz in der ersten Runde winkt, ziehe ich den Stecker“, ließ er seinem Berater zuletzt in Valencia verlauten. Die Logik ist simpel: Erst ab Pick 30 ist das Gehalt für zwei Jahre gesichert – ein Unterschied von rund 2,3 Millionen Dollar.
Die nächsten Wochen werden zum Probelauf. De Larrea trainiert in Las Vegas mit dem spanischen U23-Lehrgang, absolviert individuelle Workouts für mindestens fünf Teams und lässt sich medizinisch durchleuchten. Die Rückzugsfrist endet zehn Tage vor der Draft-Veranstaltung am 23. Juni. Bis dahin schläft der Spanier mit dem Handy unter dem Kissen – jeder Anruf kann seine Entscheidung kippen.
Für Valencia wäre ein Verlust schmerzlich, aber nicht tödlich. Mit Jean Montero und Semi Ojeleye haben die Tarongas bereits Ersatz auf der Eins. Doch verlieren sie De Larrea, reist ein Stück Zukunft ab. Der Spieler selbst weiß: Diese Chance kommt nicht wieder. Entweder jetzt – oder nie.
