Schock-aussage: ehemaliger schiedsrichter-vize packt aus – barcelona soll negreira bestochen haben!

Ein Erdbeben erschüttert den spanischen Fußball: Ildefonso Urizar Azpitarte, ehemaliger Vizepräsident des Schiedsrichterkomitees (CTA) der RFEF, hat im lokalen Fernsehsender EsTuTele schwere Vorwürfe gegen den umstrittenen Schiedsrichter-Boss José María Enríquez Negreira erhoben. Seine Aussage: Barcelona soll Negreira betrogen haben.

Die enthüllungen im detail: ein spiel mit grauzonen

Die enthüllungen im detail: ein spiel mit grauzonen

Urizar Azpitarte, der zwischen 1992 und 1999 gemeinsam mit Vitoriano Sánchez Arminio die Schiedsrichter-Einsätze verantwortete, beschreibt ein System, in dem Negreira sich nicht um die eigentlichen Zuweisungen kümmerte, sondern eher um die Kommunikation mit den regionalen Schiedsrichterverbänden. „Er hat sich um andere Dinge gekümmert… um Prahlen“, so Urizar Azpitarte, der betonte, dass Negreira niemals einem Schiedsrichter Anweisungen gegeben hätte, im Sinne des FC Barcelona zu pfeifen. Das wäre, wie er sagt, „nicht in der Natur eines Vizepräsidenten“ gewesen.

Die Zahl, die schockiert: Der FC Barcelona soll Enríquez Negreira zwischen 2018 für die Erstellung von Schiedsrichterberichten insgesamt 8,4 Millionen Euro gezahlt haben – ein ungeheures Volumen, das nun in einem Polizeibericht dokumentiert ist.

Was niemand offen anspricht, ist die Atmosphäre jener Zeit. Urizar Azpitarte räumte ein, dass es „eine andere Epoche“ war, in der das Schiedrichterwesen mehr als ein Hobby war und viele Schiedsrichter nebenberuflich eigene Unternehmen betrieben. „Jeder hatte ein Unternehmen“, so seine Erklärung, die eine gewisse Tristesse in die Berichterstattung bringt. Seine eigene Tätigkeit umfasste Transport und Kurierdienste, während Negreira mit seinen Berichten eine lukrative Einnahmequelle generierte.

Es ist eine Geschichte von Grauzonen und versteckten Interessen, die das Ansehen des spanischen Fußballs weiter beschädigen. Die Frage, wer von all diesen Transaktionen wusste und wie hoch die Verantwortlichkeit tatsächlich ist, bleibt offen. Einige Details sind allerdings klar: Der FC Barcelona hat beträchtliche Summen für Schiedsrichter-Berichte bezahlt, und ein ehemaliger Komitee-Vizepackt nun mit pikanten Details aus.

Urizar Azpitarte, der selbst Gesellschafter von Real Sociedad, Alavés und Málaga ist und sich daran erinnert, dass auch andere Vereine an den Dienstleistungen von CTA-Vizepräsidenten interessiert waren, schließt mit einem bezeichnenden Satz: „Es war eine andere Zeit.“ Ein Satz, der mehr Fragen aufwirft als er beantwortet.