Schmid leidet: playoff-frust nach saisonende

Die Achterbahn der Gefühle fährt für Sandro Schmid vom HC Fribourg-Gottéron derzeit Höchstleistungen – allerdings in die falsche Richtung. Während seine Teamkollegen auf dem Eis um jeden Zentimeter kämpfen, muss der Stürmer als Zuschauer zusehen, nachdem eine Verletzung sein Saisonende vorzeitig besiegelte. Ein Blick in seine Gefühlswelt offenbart ein Ausmaß der Enttäuschung, das weit über das normale Saisonende hinausgeht.

Die bittere realität des aussitzens

Die bittere realität des aussitzens

Schmid, der in dieser Saison mehrfach das Trikot des Topscorers trug, akzeptiert zwar, dass seine Saison beendet ist, doch die Rolle des Zuschauers nagt unweigerlich an ihm. „Klar tut es weh, den Jungs zuzuschauen. Man möchte einfach gerne dabei sein“, gestand er im Gespräch mit MySports. Die Ausfälle bei der Eishockey-Weltmeisterschaft, von der er nicht gefragt wurde, verstärken den Eindruck, dass auch dieser wichtige Wettbewerb für ihn unerreichbar bleibt.

Das Team aus Fribourg kämpft sich durch die Playoffs, doch für Schmid ist die Situation eine Zerreißprobe. Er ist zwar bemüht, die Stimmung in der Kabine aufzulockern und als „Stimmungsmacher“ zu fungieren, doch das Beobachten der Spiele stellt eine enorme Belastung dar. „Spiel 6 war ziemlich anstrengend zum Zuschauen“, so Schmid. Ein Gefühl, das man kaum in Worte fassen kann – das Verlangen, Teil der Action zu sein, während man gezwungen ist, von der Seitenlinie aus zuzusehen.

Doch Schmid ist kein Mann, der sich seinem Schicksal ergibt. Er hält sich eng an das Team, verbringt fast jeden Morgen in der Eishalle und unterstützt seine Kollegen in jeder Phase. Er merkt, dass er „immer noch dazugehört“, und versucht, seine Energie in die Motivation des Teams zu lenken. Die Playoffs sind eine Zeit der Extreme, und Schmid weiß, dass er in dieser Phase eine wichtige Rolle spielen kann, auch wenn es nur als moralische Unterstützung ist.

Die Niederlage gegen Davos im Hinblick auf die nächste Saison mag schmerzhaft sein, doch sie wirft auch ein Schlaglicht auf die Widerstandsfähigkeit von Schmid. Er hat gelernt, mit der Situation umzugehen und seine Energie in positive Bahnen zu lenken. Ein echter Sportler, der auch in schwierigen Zeiten nicht aufgibt – ein Vorbild für sein Team und für alle, die mit Rückschlägen konfrontiert sind.