Schmerzhafter overtime-k.o.: schweiz scheitert knapp an finnland im viertelfinale

Drama in mailand: schweizer eishockey-traum geplatzt

Mailand – Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft erlebte im Viertelfinale der Olympischen Spiele eine bittere Niederlage gegen Finnland. Nur 72 Sekunden fehlten zum historischen erstmaligen Einzug ins Halbfinale, doch am Ende entschied ein dramatischer Overtime-Treffer von Artturi Lehkonen die Partie zugunsten des Peking-Olympiasiegers. Das Spiel endete mit 2:3 (2:0, 0:0, 0:2, 0:1) nach Verlängerung und stürzte die Eidgenossen ins Tal der Tränen.

Zweimalige führung verspielt

Zweimalige führung verspielt

Die Schweizer begannen das Spiel furios und gingen durch zwei Tore in Führung. Doch im Schlussdrittel drehten die Finnen das Spiel und zwangen die Schweizer in die Verlängerung. Der entscheidende Moment war ein unglücklicher Eigentor von Jonas Siegenthaler (New Jersey Devils) nur 72 Sekunden vor dem Ende, der dem Finnen Miro Heiskanen zugeschrieben wurde. Dieser Rückschlag nahm den Schweizern die entscheidende Energie.

Enttäuschung und herzschmerz

Die Schweizer Presse zeigte sich mitfühlend mit der Nationalmannschaft. Das Boulevardblatt Blick schrieb von einer „bitteren Pille“, während die Neue Zürcher Zeitung von „Herzschmerz in Mailand“ titelte. Torhüter Leonardo Genoni, der mit seinen Paraden lange das Halbfinale greifbar nahe schien, zeigte sich untröstlich: „Es tut weh. Es schmerzt echt. Wir wollten gewinnen und haben nicht gewonnen.“

Vierteilfinale-fluch gegen finnland?

Bereits vor vier Jahren in Peking waren die Schweizer im Viertelfinale am späteren Goldmedaillengewinner Finnland gescheitert. Damals war die Niederlage noch deutlicher (1:5), doch auch diesmal fehlte nur eine Handvoll Sekunden zum großen Erfolg. Es scheint, als hätte die Schweiz im Viertelfinale der Olympischen Spiele eine besondere Hürde gegen die Finnen.

Historische perspektive: schweizer eishockey-erfolge

Obwohl die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft bereits zweimal bei Olympischen Spielen Bronze gewann (1928 und 1948, damals in einem anderen Modus), wäre ein Halbfinale eine absolute Premiere gewesen. Diese Niederlage schmerzt umso mehr, da die Chance auf ein neues Kapitel in der Schweizer Eishockey-Geschichte so nah war.

Reaktion und ausblick

Die Enttäuschung im Schweizer Lager ist groß. Nun gilt es, die Niederlage zu analysieren und sich auf zukünftige Herausforderungen zu konzentrieren. Trotz des schmerzhaften Ausscheidens bleibt die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft ein Team, das für seine Leidenschaft und seinen Kampfgeist bekannt ist. Die Fans hoffen auf eine baldige Revanche.