Schalke demoliert münster – torverhältnis wird zum hexenwerk!

Gelsenkirchen erbebt! Der FC Schalke 04 hat gestern Abend Münster mit 4:1 deklassiert und damit eindrucksvoll seine Tabellenführung in der 2. Bundesliga verteidigt. Doch der Sieg schmeckt nur ansatzweise süß, denn das Torverhältnis könnte am Ende doch noch die entscheidende Rolle spielen – und das ärgert die Königsblauen.

Karius

Karius' unmut: „unnötig, ihnen ein tor zu schenken“

Die Vorstellung im Veltins-Arena war schlichtweg beeindruckend. Schalke hätte bereits nach einer Viertelstunde in Führung gehen müssen, als sich die Mannschaft satte sechs Top-Chancen erarbeitete. Moussa Sylla, Soufiane El-Faouzi, Timo Becker, Dejan Ljubicic und zweimal Kenan Karaman – jeder hatte die Möglichkeit, das Netz zu zappeln. Doch die Konzentration fehlte. Und dann kam das Gegentor in der 82. Minute. Loris Karius, sonst ein Fels in der Brandung, war sichtlich angefressen. „Die letzten zehn, 15 Minuten haben wir es ein bisschen schleifen lassen“, kritisierte er. „Unnötig, dass wir ihnen noch ein Tor schenken.“

Ein Blick auf die Zahlen offenbart die Brisanz: Schalke weist nach 30 Spieltagen eine positive Tordifferenz von 19 auf, während der ärgste Verfolger, SC Paderborn, auf 17 Toren liegt. Elversberg (20), Hannover (14) und Darmstadt (15) sind ebenfalls in Schlagdistanz. Das bedeutet: Jedes Tor zählt – und jedes Gegentor kann entscheidend sein.

Trainer Miron Muslic muss seine Mannschaft nun vor Augen führen, was auf dem Spiel steht. Die Chance, schon am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf den direkten Aufstieg zu fixieren, ist zwar theoretisch gegeben, doch der kommende Gegner, SC Paderborn, wird keine leichte Aufgabe darstellen. Die Gelsenkirchener müssen ihre Chancen eiskalt nutzen und die Fehler minimieren, wenn sie ihre Ambitionen im Aufstiegskampf verwirklichen wollen.

Doch es gibt auch Lichtblicke. Die Offensive der Schalker wirkt mit Kenan Karaman in Topform brandgefährlich. Seine Ambitionen, bei der WM in der Türkei dabei zu sein, scheinen ihn zusätzlich zu motivieren. Und Toni Lieto, unser Schalke-Experte, sieht die Lage durchaus positiv: „Schalke eilt als Zweitliga-Tabellenführer der Bundesliga entgegen. Kann auf der Zielgerade noch etwas schiefgehen? Die Antwort liegt in den Händen der Mannschaft.“

Die Frage ist nicht, ob Schalke den Aufstieg packt, sondern wie. Und ob sie es schaffen, das Torverhältnis in den Griff zu bekommen. Denn im Profifußball ist es oft nicht die höchste Punktzahl, sondern die beste Tordifferenz, die den Unterschied ausmacht. Und das sollten sich die Schalker gut merken.