Sc bern kollabiert – nur rosa bleibt, ehlers-zukunft offen
Die Mutzen stolpern weiter, der Abstiegsboden klafft. Nach drei Pleiten in Serie schrumpft der Polster auf Rang zehn auf zwei Punkte – ein Satz, der in der Postfinance-League nicht mehr wehtut, sondern schlicht Angst macht.

Rosa sichert sich frühzeitig, ehlers wartet auf zeichen
Pavel Rosa unterschrieb laut Bund bereits für zwei Jahre, obwohl er erst im Oktober als Assistent nach Bern eilte. Die Botschaft: Selbst im freien Fall plant der Klub mit dem 49-Jährigen, der in Fribourg neun Jahre lang die Talentschmiede lenkte. Neben ihm soll auch Patrick Schöb bleiben, während Tim Bertsche vom EHC Kloten als neuer Goalietrainer kurz vor der Unterschrift steht. Heinz Ehlers hingegen schaut in die Röhre. Seit er Jussi Tapola beerbte, holte der SCB nur 28 Punkte aus 26 Spielen – zu wenig, um den Job automatisch zu sichern.
Die Zahlen sind gnadenlos: In den letzten zehn Partien kassierte Bern 37 Gegentore, der Powerplay-Quote hält bei 12,1 Prozent. Fans fragen sich nicht mehr, ob der Playoff-Traum platzt, sondern ob sie schon Ende Februar in die Challenge League blicken müssen.
Intern herrscht Funkstille. Sportchef Martin Steinegger will den Ehlers-Check offiziell „auf seine Agenda setzen“, klingt aber wie ein Mann, der sich die Karten offenhalten will. Rosa selbst schweigt zu seiner Vertragsverlängerung – wer in Bern Assistenztrainer wird, redet nicht über den Chef, solange der noch sitzt.
Die Saison ist noch nicht gelaufen, aber die Silhouette der nächsten ist schon sichtbar: Rosa, Schöb, Bertsche – und vielleicht ein neuer Hauptmann. Der Kanton Bern mag tonangebend sein, doch auf dem Eis zählt nur das Resultat. Bis dahin zittern die Mutzen – und mit ihnen eine ganze Stadt.
