Sawe sprengt zwei-stunden-marke – marathon-geschichte neu geschrieben!

London bebte am Sonntag: Sebastian Sawe hat mit einer atemberaubenden Zeit von 1:59:30 nicht nur die Weltrekordmarke im Marathon pulverisiert, sondern auch die lange ersehnte Schallmauer von zwei Stunden unterschritten. Ein historischer Moment, der den Lauf der Leichtathletik für immer verändern könnte.

Dramatischer kampf im frauenrennen: assefa sichert sich sieg

Dramatischer kampf im frauenrennen: assefa sichert sich sieg

Parallel zu diesem außergewöhnlichen Ereignis im Männerrennen entbrannte ein packendes Duell bei den Frauen. Tigst Assefa, bereits Siegerin des vergangenen Jahres, setzte sich am Ende knapp gegen Hellen Obiri und Jepkosgei durch und verteidigte ihren Titel mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 2:15:41. Die Bedingungen waren ideal, mit milden Temperaturen und fallender Luftfeuchtigkeit, doch der Fokus lag zunächst auf dem Versuch, Assefas eigenen Rekord von 2:15:50 zu brechen.

Schon in den ersten Kilometern deutete sich an, dass ein außergewöhnlicher Tag bevorstand. Mo Farah, der legendäre Langstreckenläufer, gab das Rennen symbolisch ab, während die Spitzengruppe ein beeindruckendes Tempo vorlegte. Die ersten 10 Kilometer wurden in einer Zeit von 31:03 absolviert, ein deutlicher Hinweis auf das ambitionierte Ziel, die Weltrekordzeit zu unterbieten. Ein Rückschlag war der frühe Ausfall einer der Lieblingen, Amanang'ole, die bereits frühzeitig mit körperlichen Problemen zu kämpfen hatte.

Im Männerrennen präsentierte sich Sawe von Beginn an als der unangefochtene Favorit. Neben ihm kämpften namhafte Athleten wie Jacob Kiplimo, der olympische Champion Tamirat Tola und der Debütant Yomif Kejelcha um die Gunst des Publikums. Die ersten 14 Kilometer wurden in einer schnellen Zeit von 14:14 absolviert, und bereits nach 10 Kilometern war klar, dass ein neues Kapitel in der Marathon-Geschichte geschrieben werden könnte. Die Zwischenzeit von 28:35 war schlichtweg sensationell.

Doch das Rennen war noch lang. Im weiteren Verlauf des Rennens zeigten sich die Auswirkungen des extrem hohen Tempos. Die Lieblingen im Frauenrennen fielen wie Dominosteine, und die Strategie wurde immer wichtiger. Assefa, Obiri und Jepkosgei lieferten sich ein taktisches Katz-und-Maus-Spiel, wobei die Äthiopierin immer wieder versuchte, die Initiative zu ergreifen. Die letzten Kilometer entwickelten sich zu einem nervenaufreibenden Endspurt, bei dem Assefa ihre überlegene Kraft demonstrierte und sich den Sieg sicherte.

Im Männerrennen war die Situation ähnlich angespannt. Nachdem auch hier die Lieblingen ausfielen, etablierte sich ein Duell zwischen Sawe und dem jungen Kejelcha. Sawe, ungeschlagen in seiner Karriere, erhöhte das Tempo und ließ seine Konkurrenten hinter sich. Mit einer beeindruckenden Vorstellung setzte er sich ab und erreichte die Ziellinie in einer Zeit, die nicht nur den Weltrekord von Kiptum (2:00:35) übertraf, sondern die Welt der Marathonläufer in Staunen versetzte. Die Zeit von 1:59:30 ist mehr als nur ein Ergebnis – sie ist ein Beweis für die unbegrenzten Möglichkeiten des menschlichen Körpers.