Sarri entlässt lazio-zukunft offen: „wenn der klub oder ich unzufrieden sind.“
Maurizio Sarri lässt Lazio zappeln. Vor dem Topspiel gegen Mailand erklärt der Coach, dass seine Zukunft beim Klub nicht in Stein gemeißelt ist – trotz Vertrag bis 2028.

„Ein monster der bescheidenheit“ – sarri schwärmt von modric
Die Stimmung schwankt zwischen Euphorie und Offenheit. Sarri beschreibt das Duell mit dem AC Milan als „taktisch extrem schwierig“, warnt vor den „verheerenden Beschleunigungen“ der Rossoneri und nennt Luka Modric ein „Monster der Bescheidenheit“. Doch während er die Gegner lobt, wirft er einen Schatten auf die eigene Zukunft.
„Ich habe einen langen Vertrag, das stimmt“, sagt er in Formello. „Aber wenn der Klub unzufrieden ist oder ich es bin, werden wir reden.“ Keine Standardphrase, sondern eine klare Ansage. Denn hinter den Kulissen brodelt es: Ein halbes Dutzend Leistungsträger läuft im Sommer aus, darunter Romagnoli und Zaccagni. Sportdirektor Fabiani spricht von „Neuanfang“, Sarri nennt es nüchtern: „Es sieht nach einem weiteren Jahr Null aus.“
Die Kurve feiert Comeback – 50.000 erwartet – und Sarri kündigt an, sich erstmals nach dem Spiel zu den Fans zu begeben. „Normalerweise bleibe ich in der Kabine, damit die Spieler im Mittelpunkt stehen. Morgen werde ich hingehen.“ Ein Zeichen, aber kein Garant.
Sarri verlangt von seiner Mannschaft „Bestätigung plus“, will die Passiv-Phasen gegen Sassuolo ausmerzen. „Wenn ich von meinen Spielern Ziele verlange, muss ich selbst das erste Vorbild sein.“ Die Rotation bleibt tabu: „Ich stelle die Elf auf, die mir den Sieg bringt.“
Die Lazio-Fans hungern nach einem Pflichtsieg, der Klub nach Planungssicherheit. Sarri liefert keine. Stattdessen bietet er eine Salve aus Taktik, Bewunderung für Modric – und ein vages „Wir werden sehen“. Bei Lazio zählt jetzt nicht nur das Ergebnis gegen Mailand, sondern die Antwort auf die Frage, ob Sarri 2025 noch auf der Bank sitzt.
