Polonara beendet karriere: traum vom comeback geplatzt
Ein Schock für den italienischen Basketball: Achille Polonara, der kämpferische Forward, hat seine Karriere beendet. Nach einem langen und qualvollen Weg der Genesung nach einer Leukämieerkrankung musste er einsehen, dass sein Körper ihm nicht mehr erlaubt, auf dem Niveau zu spielen, das er und seine Fans verdienen.
Die bittere diagnose und der weg zurück
Die Saison 2024/25 hatte noch so viel Hoffnung versprochen. Doch im Juni 2025 folgte der Schock: mieloide Leukämie. Sassari, sein Verein, setzte dennoch auf ihn, ein mutiger Schachzug, der den Willen zum Sieg widerspiegelte. Ein Knochenmarktransplant im September 2025 sollte den Weg zurück ebnen. Doch das Schicksal nahm eine dramatische Wendung: Nach einigen Wochen fiel Polonara in ein Koma, aus dem er erst Anfang November erwachte.
Das Jahr 2026 sollte das Jahr des Comebacks werden. Doch die Realität war hart. Obwohl er bereits wieder trainieren und sogar einen Korb erzielen konnte, offenbarte die Erkenntnis am Montag: Ein vollständiger Return war unmöglich. „Es ist Zeit, Abschied vom Basketball zu nehmen“, verkündete er via Instagram – ein Satz, der Fans und Experten gleichermaßen erschütterte.

Ein abschied mit würde und zukunftspläne
Polonara ist kein Mann, der sich in Selbstmitleid verliert. Stattdessen blickt er nach vorne, in eine Zukunft als Trainer. „Ich möchte die Begeisterung und den Teamgeist, die der Sport mit sich bringt, weitergeben“, erklärt er. Der Weg ist geebnet: Als ehemaliger Nationalspieler erfüllt er die Voraussetzungen für Trainerlizenzen.
Die Reaktionen waren überwältigend. Freunde, ehemalige Teamkollegen, sogar Rivale zeigten ihren Respekt und ihre Unterstützung. Seine Frau, die ihn in dieser schweren Zeit stets an seiner Seite hatte, wurde von der Entscheidung überrascht, doch respektierte seinen Willen. „Wer, wenn nicht der Spieler selbst, entscheidet über seine Karriere?“, so Polonara.
Der Verzicht auf den aktiven Sport ist kein Zeichen von Resignation, sondern von Stärke und Weitsicht. Polonara will den Fans ein positives Bild von sich vermitteln, das des Kämpfers, der trotz aller Widrigkeiten niemals aufgegeben hat.
Die Frage ist nun: Welchen Coach werden wir in Zukunft sehen? Polonara schätzt die Mentalität von Gianmarco Pozzecco, dessen direkte und unkonventionelle Art ihn inspiriert. Dennoch möchte er seinen eigenen Weg gehen, einen Weg der Empathie und des Vertrauens. Er träumt von einem Coaching-Stil, der an den legendären „Poeta“ erinnert – ein Trainer, der seine Spieler nicht nur sportlich, sondern auch menschlich fördert.
Der Weg der Genesung ist noch lange nicht zu Ende. Die Medikamente fordern ihren Tribut, aber Polonara kämpft weiter. Fünf Jahre müssen vergehen, bevor die Ärzte sicher sind, dass die Leukämie besiegt ist. Doch eines ist gewiss: Achille Polonara wird den Basketball niemals vergessen – und er wird bald zurückkehren, diesmal als Coach, um seine Erfahrungen und sein Wissen weiterzugeben. Sein Vermächtnis ist mehr als nur ein Korb: Es ist die Geschichte eines Kämpfers, der trotz aller Widrigkeiten niemals die Hoffnung aufgegeben hat.
