Dgt verschärft tempo-jagd: gefängnis droht bei zu schnellem fahren?

Die Dirección General de Tráfico (DGT) in Spanien setzt ihre Kampagne gegen überhöhte Geschwindigkeit fort und deutet eine drastische Verschärfung der Strafen an. Nach einer kürzlich durchgeführten Aktionswoche, in der 78.000 Bußgelder verhängt wurden, hält die Behörde eine Überarbeitung der aktuellen Gesetzgebung für notwendig – mit potenziell weitreichenden Folgen für Autofahrer.

Die zahlen lügen nicht: immer noch zu viele raser

Die zahlen lügen nicht: immer noch zu viele raser

Während die Gesamtanzahl der festgestellten Geschwindigkeitsüberschreitungen im Rahmen der Aktionswoche mit etwa 1,25 Millionen Kontrollen ähnlich bei früheren Maßnahmen war, stechen 15 Fälle besonders hervor: Hierbei handelte es sich um gravierende Verstöße, bei denen die Fahrer die zulässige Höchstgeschwindigkeit um ein Vielfaches überschritten. Die DGT spricht offen von der Notwendigkeit, „die aktuelle Gesetzgebung zu überarbeiten, um sie abschreckender zu gestalten.“

Was bedeutet das konkret? Derzeit sieht das Strafgesetzbuch (Artikel 379.1) bereits eine Freiheitsstrafe von drei bis sechs Monaten für Geschwindigkeitsüberschreitungen von mehr als 60 km/h in städtischen Gebieten oder 80 km/h auf Autobahnen vor. Aber die DGT scheint eine weitere Anhebung der Strafen im Blick zu haben.

Ein Vorschlag des PSOE (spanische Sozialistische Arbeiterpartei) würde diese Grenzwerte sogar weiter senken: Ab 100 km/h in der Stadt und 180 km/h auf der Autobahn könnte ein Geschwindigkeitsverstoß als Straftat gelten, was eine Freiheitsstrafe statt eines Bußgeldes zur Folge hätte. Die DGT scheint nun in dieselbe Richtung zu denken und deutet eine weitere Absenkung der Geschwindigkeitsgrenzen an, ab denen strafrechtliche Konsequenzen drohen.

Es bleibt abzuwarten, ob und in welcher Form diese Pläne umgesetzt werden. Fakt ist: Die DGT nimmt das Thema Geschwindigkeit ernst und will mit härteren Strafen die Verkehrssicherheit erhöhen. Die Autofahrer in Spanien sollten sich also auf eine mögliche Verschärfung der Regeln einstellen – denn die Tempo-Jagd ist noch lange nicht vorbei.

Die aktuelle Entwicklung zeigt deutlich, dass die DGT entschlossen ist, eine Null-Toleranz-Politik gegenüber rücksichtslosem Verhalten im Straßenverkehr zu verfolgen. Es ist eine klare Botschaft an alle Verkehrsteilnehmer: Wer sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hält, riskiert nicht nur ein Bußgeld, sondern möglicherweise auch eine Gefängnisstrafe.