Freiburg vor historischer europa-league-chance: kann das wunderholung wiederholt werden?
Der SC Freiburg steht vor einem Abend, der den Verein für immer in die Geschichtsbücher eingehen könnte. Nach einem wundersamen Europa-League-Lauf winkt nun das Finale in Istanbul – doch Sporting Braga will die Breisgauer noch ausbremsen. Die Ausgangslage ist klar: Freiburg muss das Rückspiel im eigenen Stadion drehen, um den Traum vom Titel zu verwirklichen.

Die euphorie ist greifbar: freiburg zählt auf die fans
Die Atmosphäre im Europa-Park-Stadion am Donnerstagabend wird elektrisch sein. Die Fans des SC Freiburg haben sich in Scharen versammelt, um ihr Team anzufeuern und den entscheidenden Push zu geben. „Für den ganzen Verein ist es ein historisches Spiel, wir haben eine Riesenchance“, betonte Mittelfeldmotor Maximilian Eggestein im Vorfeld des Spiels. Die Unterstützung der Fans wird entscheidend sein, um die 0:1-Hypothek aus dem Hinspiel wettzumachen.
Doch es ist nicht nur die Stimmung, die für Freiburg spricht. Auch die Mannschaft selbst ist von Tatendrang und Selbstbewusstsein geprägt. „Wir glauben daran, dass wir es schaffen“, so Eggestein, der mit seinem Team eine Saison voller Überraschungen hingelegt hat. Julian Schuster, der Trainer, hat eine Mannschaft geformt, die trotz Rückschlägen immer wieder aufsteigt und sich dem Erfolg verpflichtet fühlt.
Nils Petersen, Rekordtorschütze des SC Freiburg, äußerte sich ebenfalls zu den Chancen seiner Ex-Mannschaft. „Sie sind in dieser Saison sehr stabil und hungrig. Vor allem zu Hause können sie noch einmal deutlich mehr Wucht entwickeln. Das ist ein echter Vorteil“, sagte er. Allerdings mahnte er auch zur Vorsicht: „Die Art und Weise des späten Gegenerwart im Hinspiel tat weh. Man nimmt viel Frust mit nach Hause.“
Ein entscheidender Moment des Hinspiels, der die Partie veränderte, war der Patzer von Torwart Noah Atubolu in der Nachspielzeit, der Braga den Sieg ermöglichte. Schuster fordert daher nicht nur Leidenschaft, sondern auch Geduld von der Mannschaft und den Fans. „Wir wissen, welche Wucht in unserem Stadion entstehen kann. Die Fans werden mit Sicherheit die zwölfte Frau und der zwölfte Mann sein, den wir benötigen werden. Das wird ein Faktor sein.“
Im Finale, sollte Freiburg sich durchsetzen, wartet ein englisches Team – Nottingham Forest oder Aston Villa. Petersen ist sich sicher: „In einem Spiel ist sowieso immer etwas drin.“ Für den SC Freiburg ist es nun an der Zeit, alles zu geben und die wundersame Reise durch Europa mit dem Gewinn des Europa-League-Titels zu krönen. Die Chance ist da, die Geschichte steht bereit.
