Wm-vorbereitung: nhl-stars stoßen zum dfb-team – berlin fehlt!

Mannheim – Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft steht kurz vor der Abreise zur Weltmeisterschaft in der Schweiz, doch vor dem letzten Testspiel gegen die USA am Sonntag fehlt noch ein Puzzleteil: Die Spieler der Eisbären Berlin, frischgebackene DEL-Meister, stoßen erst kommende Woche zum Team. Ein Trio aus der NHL verstärkt das Aufgebot hingegen bereits jetzt – ein Wechselspiel, das die Vorbereitung der Mannschaft umso spannender macht.

Grubauer, seider und samanski verstärken den kader

Wie der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) am Mittwoch bekannt gab, gehören ab sofort Torhüter Philipp Grubauer (Seattle Kraken), Verteidiger Moritz Seider (Detroit Red Wings) und Stürmer Joshua Samanski (Edmonton Oilers) zum deutschen Aufgebot. Sportvorstand Christian Künast hatte diese Verpflichtungen bereits angekündigt, und die Fans dürfen gespannt sein, welchen Einfluss die NHL-Erfahrung auf das Spiel der Mannschaft haben wird.

Allerdings gibt es auch Wunden: Verteidiger Moritz Seider laboriert noch an einer Verletzung, die seine Teilnahme an der WM gefährden könnte. Die Entscheidung über seinen Einsatz wird erst nach dem Testspiel gegen die USA fallen. Zudem haben Top-Stars wie Leon Draisaitl (Edmonton), Tim Stützle (Ottawa Senators) und John-Jason Peterka (Utah Mammoth) ihre Teilnahme am Turnier abgesagt – ein herber Verlust, den Bundestrainer Marco Sturm jedoch zu kompensieren versucht.

Die Abwesenheit der Berliner Spieler ist ein Resultat des erfolgreichen DEL-Finales, die aber auch eine Herausforderung für das Trainerteam darstellt. Es gilt, die Integration der frischgebackenen Champions nahtlos in das bestehende System zu gestalten.

Wer noch dabei ist und wer fehlt

Neben dem NHL-Trio gehören Maximilian Franzreb, Leon Gawanke, Alexander Ehl und Marc Michaelis von den Adlern Mannheim zum erweiterten Kreis. Bemerkenswert ist der Verzicht auf den langjährigen Kapitän Moritz Müller, dessen Karriere ungewiss ist. Auch Justin Schütz fällt verletzungsbedingt aus.

„Wir sind als Mannschaft bereits seit Wochen gewachsen und sehen eine durchweg positive Entwicklung“, so Bundestrainer Marco Sturm. „Darauf wollen wir aufbauen und in dieser letzten Phase vor der Abreise weiter an den Details arbeiten.“ Die vergangenen vier Spiele gegen die Slowakei und Österreich wurden gewonnen, was das Team zusätzlich motiviert.

Das Aufgebot umfasst 22 Feldspieler und drei Torhüter, und der Kampf um die letzten WM-Tickets ist eröffnet. Die Entscheidung, wer letztendlich im Aufgebot steht, wird Sturm nicht leicht fallen – die Qualität im Kader ist enorm.

Die Weltmeisterschaft beginnt für Deutschland am 15. Mai gegen den Olympia-Dritten Finnland. Es bleibt abzuwarten, ob das Team mit den NHL-Stars und der Integration der Berliner Meisterschaftskandidaten in der Lage sein wird, um den Titel zu kämpfen.