Nba-europa startet 2027 – aber die boss-abstimmung warten
Die NBA will Europa – und Europa will die NBA. Doch bevor 12 Städte ab Herbst 2027 fest zur neuen NBA Europe League gehören, müssen die 30 Klubbesitzer in den USA noch einmal tief durchatmen. Ihre Zustimmung fällt nicht Ende März, wie intern geplant, sondern erst, wenn alle unverbindlichen Gebote für die Start-Franchises auf dem Tisch liegen. Das bestätigten mehrere mit dem Verfahren vertraute Personen der TSV Pelkum Sportwelt.
Warum die eigentümer um 30 tage zögern
Die Offerten aus Mailand, Rom, Madrid, Barcelona, Berlin, München, Paris, Lyon, London, Manchester, Athen und Istanbul laufen offiziell bis 31. März. Erst dann stehen die Zahlen fest – und erst dann macht eine Abstimmung Sinn. „Keiner will ins offene Messer laufen“, sagt ein europäischer Investor, der sich um eine italienische Lizenz bewirbt. Die Spanne der Eintrittsgebühren reicht laut Informationsmemorandum von 500 Mio. bis 1 Mrd. Dollar, je nach Marktgröße und Arena-Infrastruktur. London liegt oben, obwohl dort mit den Lions aktuell kein Top-Team existiert. Madrid wiederum kostet weniger, weil Real Betis und Real Madrid bereits Basketball-Imperien besitzen – ein Novum, das die NBA in ihrer Kalkulation berücksichtigt.
Die Liga selbst steigt mit eigenem Kapital ein, daher müssen die Besitzer nach den Satzungen zustimmen. Der FIBA-Rat hat sein Okay bereits signalisiert, NBA-Commissioner Adam Silver wartet auf den perfekten Moment. Dabei ist klar: Es geht nicht um das Ob, sondern ums Wann. Die Stimmung ist euphorisch, die Data-Room-Zahlen zeigen dreistelliges Millionen-Wachstum pro Jahrzehnt. Trotzdem: Formal ist noch nichts beschlossen.

Italiens duell: milan gegen olimpia – wer zieht den kopf aus der schlinge?
In der Lombardei arbeitet Gerry Cardinale von RedBird Capital an einem 150-seitigen Pitch, der Milan neben dem Fußball auch als Basketball-Marke etablieren soll. Gegenpart ist die traditionelle Olimpia Milano, die sich mit ihrer EuroLeague-Vergangenheit ebenfalls perfekt in das NBA-System einfügen würde. Beide Camps bereiten Angebote vor, beide wissen: Nur einer bekommt die Lizenz. In Rom formieren sich zwei Konsortien. Ex-Dallas-GM Donnie Nelson plant mit Luka Dončić eine neue Franchise – ein PR-Coup, der auch den slowenischen Fan-Boost sichert. Parallel sammelt Paul Matiasic, Besitzer des Klubs aus Triest, Geldgeber für ein eigenes Projekt. Die Karten neu zu mischen, ist Teil der NBA-Strategie: bestehende Vereine, Fußball-Clubs und Start-ups sollen gemeinsam die Pyramide bilden.
Paris wiederum könnte zum Schaulaufen der Superstars werden. Kevin Durant hält Anteile am PSG, Victor Wembanyama investierte kürzere Hand in seinen Jugendklub Nanterre. Beide könnten sich künftig in derselben Liga wiederfinden – ein Bild, das die NBA gern global vermarktet. Die Botschaft ist eindeutig: Europa wird zur zweiten Heimat, doch der Zeitplan bleibt starr. Herbst 2027 ist Start, 2026 steht ganz im Zeichen der Entscheidungen. Bis dahin zählt nur ein Datum – nicht der 31. März, sondern der Tag, an dem die 30 Besizer per Zoom zuschalten und die grüne Karte geben. Alles andere wäre ein Foul am eigenen Businessplan.
