Sabalenka spielt mit 12 karat: „hoffentlich lenkt es meine gegnerin ab“

Indian Wells – Aryna Sabalenka trat nicht nur als Weltranglistenerste an, sondern als verlobte. Der 12-Karat-Diamant an ihrer linken Hand funkelte lauter als die Sonne Kaliforniens und war nach dem 6:4, 6:2 gegen Himeno Sakatsume das eigentliche Match-Thema.

Der ring war geplant wie ein turniersieg

Georgios Frangulis, brasilianischer Kaffeemilliardär und Sabalenkas Partner seit zwei Jahren, hatte den Antrag bereits in Brisbane vorbereitet. Dort hatte Aryna nach ihrem Titelgewinn während der Siegerehrung öffentlich nachgelegt: „Danke an meinen Freund – hoffentlich darf ich dich bald anders nennen.“ Ein Satz, der Frangulis vor die Aufgabe stellte, einen Ring zu finden, der eine Grand-Siegerin beeindruckt.

Isabela Grutman, Juwelen-Designerin und Freundin der Spielerin, verrät: „Wir haben drei Monate gebraucht, um die Smeralde einzuarbeiten – Arynas Lieblingssteine – ohne die Stabilität für den Court zu gefährden.“ Das Ergebnis: ein millionenteures Statement, das sogar Novak Djokovic hinter den Kulissen zu einem Spottkommentar veranlasste: „Damit könnte man auf Hartplätzen sogar Aufschlag trainieren.“

Die gegnerin sollte blinzeln – und verlor

Die gegnerin sollte blinzeln – und verlor

Sabalenka selbst nahm die Aufmerksamkeit mit Humor: „Ich habe zweimal prüfen lassen, ob der Stein fest sitzt. Dann habe ich mir gedacht: Wenn sie hinsieht, vielleicht verliert sie den Faden.“ Sakatsume wehrte sich 56 Minuten lang tapfer, schaffte aber nur zwei Breaks – beide nach Sabalenkas Netzroller, nicht nach Blicken auf den Finger.

Die 26-jährige Minskerin nutzt die Verlobung als zusätzlichen Treibstoff. Nach den Australian-Open-Triumpf und dem versehentlichen Ablehnen der Weißrussischen Fahne will sie in Indian Wells den dritten Titel der Saison – und den ersten, den sie als Verlobte feiern kann. Frangulis sitzt bei jedem Match in der ersten Reihe, filmt mit dem Handy und postet im Anschluss Stories mit Herzchen-Emojis. Die Kombination aus Liebe und Siegeswillen wirkt wie ein Dopingcocktail, nur legal.

Die nächste Gegnerin wird wissen, worauf sie sich einlässt: ein Aufschlag bei 190 km/h und ein Funkeln, das die Linienrichter in Versuchung führt. Sabalenka lacht: „Wenn der Diamant mir den Halbfinaleinzug bringt, heirate ich vielleicht direkt auf dem Center Court.“