Rydzek und geiger verpassen olympia-medaille nach sturz in tesero

Drama in tesero: traum von edelmetall geplatzt

Ein Moment der Unachtsamkeit hat den Traum von einer Medaille bei den Olympischen Winterspielen in Tesero zunichte gemacht. Johannes Rydzek (34) und Vinzenz Geiger (28) verspielten beim Team-Sprint der Nordischen Kombination eine hervorragende Ausgangsposition und landeten am Ende nur auf dem fünften Rang. Die Bedingungen waren alles andere als einfach: dichter Schneefall, tiefe Spur und kaum Sicht. Dennoch hatten die deutschen Athleten zu Beginn Hoffnungen auf eine gute Platzierung.

Starker start, schwindender vorsprung

Starker start, schwindender vorsprung

Deutschland ging mit einem komfortablen Polster von 13 Sekunden Vorsprung in die Loipe. Rydzek startete stark, doch der Abstand schmolz schnell. Nach 1,5 Kilometern und dem ersten Wechsel auf Geiger blieben lediglich noch 7,7 Sekunden. Jens Lurås Oftebro aus Norwegen setzte das Tempo hoch und schloss zur Spitze auf. Es entwickelte sich ein enges Duell, in dem sich Deutschland, Norwegen, Österreich, Finnland und Japan gegenseitig herausforderten.

Doppelter sturz entscheidet das rennen

Die Vorentscheidung fiel in Geigers vorletzter Runde. Ein kurzer Blick zur Seite, ein Hängenbleiben im Schnee – und der Sturz. Der japanische Athlet direkt hinter ihm wurde ebenfalls zu Fall gebracht. Geiger rappelte sich zwar wieder auf, stürzte aber kurz darauf erneut. Während er wertvolle Sekunden verlor, setzten sich Norwegen, Finnland und Österreich entscheidend ab.

Verlorene sekunden, verpasste chance

Auch der Österreicher Stefan Rettenegger ging zwischenzeitlich zu Boden, konnte den Schaden jedoch begrenzen. Deutschland hingegen verlor rund 25 Sekunden auf die Spitze – zu viel, um noch eine Medaille zu erreichen. Im Ziel triumphierte Norwegen vor Finnland und Österreich. Für das deutsche Duo blieb lediglich Platz fünf.

Starker sprung, bittere enttäuschung

Dabei hatte der Tag vielversprechend begonnen: Auf der Schanze in Predazzo überzeugte Rydzek mit 123 Metern, Geiger sprang 122,5 Meter. Es waren jeweils ihre besten Versuche auf der Olympia-Schanze. Nach Rang zehn im Einzel hatte Rydzek sogar zusätzlich trainiert – mit sichtbarem Erfolg. Doch aus der Führung wurde letztendlich kein Edelmetall.

Die ergebnisse im überblick

PlatzLand
1Norwegen
2Finnland
3Österreich
5Deutschland

Die Stürze von Geiger zerstörten alle Hoffnungen auf eine Medaille. Eine bittere Enttäuschung für das deutsche Team, das mit höheren Erwartungen nach Tesero gereist war. Dennoch bleibt die Hoffnung auf weitere Erfolge bei den kommenden Wettbewerben.