Rossi trifft drittes mal in serie – canucks siegen trotz tabellenkrise
Marco Rossi schreibt weiter seine kleine NHL-Revival-Geschichte. Beim 5:2 der Vancouver Canucks gegen die Florida Panthers erzielte der 24-jährige Österreicher das zwischenzeitliche 3:1 und legte zwei weitere Vorlagen auf – drittes Spiel in Folge mit Torbeteiligung.

Rossi liefert, canucks kratzen am boden
18. Minute, Rogers Arena. Die Scheibe flutscht durch die Schoner von Panthers-Goalie Sergei Bobrovski – Rossi jubelt. Neun Treffer, 16 Assists, 35 Saisonspiele. Die Zahlen klingen bescheiden, doch sie erzählen vom Comeback eines Spielers, den die Wild 2023 für erledigt hielten.
Vancouver nutzt seine Powerplays gnadenlos aus, Rossi steuert die erste Eintrittspässe bei. Die Fans geben ihm Standing Ovations – ein Ritual, das sich seit drei Partien wiederholt. Doch hinter dem Applaus lauert die Ernüchterung: Die Canucks kleben trotz des Kantersiegs auf dem letzten Rang der Western Conference.
Die Liga notiert Rossis Plus-Minus-Wert seit Trade-Deadline mit plus-4 – ein Seitenhieb auf jene Scouts, die seine Defizite im Slot bemängelten. Vorarlberger Temperament trifft nordamerikanische Eishockey-Geschwindigkeit. Wer jetzt noch behauptet, er sei zu klein fürs NHL-Format, schaut offensichtlich nicht in die aktuellen Scorerlisten.
Trainer Rick Tocchet nahm Rossi nach dem Match in den Arm: „Er spielt mit gesundem Ego, ohne zu glauben, er sei der Star.“ Diese Balance könnte den Unterschied machen zwischen einem kurzen Gastspiel und einem langfristigen Vertrag jenseits der 1,1 Millionen Dollar, die er derzeit verdient.
