Rosolinos alltags-wunder: multivan verwandelt rom in eine mobile kommandozentrale
Um 6:45 Uhr surrt ein fast lautloser Van über die römische Lungotevere. Hinten sitzt ein Olympiasieger, der keine Medaillen mehr sammelt, sondern Tochter N.1, Laptop, Badehose und den Frust über Termin-Apps. Was wie ein Familienstart aussieht, ist längst ein Hochleistungssystem – und der Volkswagen Multivan e-Hybrid 4Motion ist sein Betriebssystem.
Vom startblock zur schulklasse
Die Türen gleiten seitwärts auf, die Einzelsitze rutschen auf 24 verschiedene Positionen, 3.672 Liter Luft bleiben übrig. „Man muss nicht mehr wählen“, sagt Massimiliano Rosolino, „man kann einfach alles mitnehmen.“ Das klingt nach Marketing, ist aber pure Notwendigkeit: Schulsachen links, Sporttasche rechts, Mittagessen mittig – und alles ohne Tetris-Gehabe, weil die Rückbank in 15 Sekunden rausfliegt.
Rosolino kennt Sekundenbruchteile. 2000 in Sydney hatte er 1:57,27 auf der 200-Meter-Lagen-Distanne, heute braucht er 1:58 Minuten, um zwei Kinder und einen Einkaufskorb zu verladen. Der Van mischt sich unters Tagespensum wie ein unauffälliger Staffelstab.

Pool, powerpoint & puls 140
Um 8:03 steht der Multivan auf dem Parkplatz der Villa Glori. Rosolino tauscht Hemd gegen Laufshirt, schließt die Heckklappe – und nutzt die hintere Kante als Sitzbank. 10 km Lockerheit, 42 Minuten, danach kein Schweißtuch, sondern Microsoft Teams. Das Cockpit wird Schreibtisch, weil zwischen Fahrer- und Beifahrersitz nur ein durchgängiger Teppich liegt. LTE-Router serienmäßig, 230-V-Steckdose an Bord, Kind Nummer zwei skyped parallel zur Schule.
Die Elektrik hält sich raus. 19,7 kWh Akku reichen für 95 km – genug für die City, wo der 1,5-Tonner sich wie ein E-Scooter anhört. Springt der Benziner zu, stemmt sich das System auf 245 PS und 350 Nm. Kein Sprintwunder, aber ein Dauerläufer: 200 km/h Spitze, 1.100 km Reichweite mit vollem Tank und voller Ladung.
Der preis der flexibilität
80.600 Euro kostet die Freiheit, auf Komfort, Raum und Strom zu verzichten. Das sind 11.000 Euro mehr als ein vergleichbarer T6.1 mit Diesel und 25.000 Euro mehr als ein Grand California-Kastenwagen. Dafür spart Rosolino sich ein zweites Auto, ein Homeoffice und ein Fitnessstudio. „Ich hab früher für eine Medaille trainiert, heute für eine Stunde am Tag, die mir gehört“, sagt er. Die Stunde zwischen Lauf und Meeting, zwischen Eltern-Portemonnaie und Sportler-Puls.
Am Abend rollt der Multivan wieder über die Galoppatoio. Sitze zurück, Musik an, Kind Nummer eins schläft bereits. Rosolino lässt die 4Motion einmal kurz grummeln, als wollte er sich erinnern, wie sich anstrengende Fortbewegung anhört. Dann gleitet er zurück auf Strom. Kein Ziel, keine Medaille, nur ein leiser Van, der eine Familie durch die Zeit trägt – und dabei selbst nie ins Schwitzen kommt.
