Djokovic kämpft sich bei der premiere der nachtsession durch
Roland Garros erlebte eine dramatische Premiere der Nachtsession, als Novak Djokovic sich in einem hart umkämpften Match gegen den jungen Giovanni Perricard behaupten musste. Der Serbe, der am Freitag seinen 39. Geburtstag feierte, zeigte Anzeichen von Müdigkeit, doch seine Klasse reichte letztendlich zum Sieg.

Ein ungewöhnlicher gegner fordert den superstar heraus
Perricard, mit seiner stattlichen Größe von 2,03 Metern der zweitgrößte Spieler der Tour (nach Reilly Opelka), präsentierte Djokovic eine ungewohnte Herausforderung. Der Italiener nutzte seine Körpergröße und seinen Aufschlag effektiv aus, um den Routinier in Verlegenheit zu bringen. Djokovic, der sichtlich nicht bei Höchstform war, äußerte sich nach dem Spiel selbstkritisch: „Es ist nicht ideal, hier mit nur einem Sandplatzmatch anzukommen. Das war nicht der Plan.“
Die Partie verlief holprig für den Weltranglisten-Ersten. Er musste sich in der ersten Satz gegen den überraschend starken Perricard geschlagen geben und verlor diesen mit 5:7. Im zweiten Satz gelang es ihm jedoch, die Kontrolle zurückzugewinnen und den Ausgleich mit 7:5 herzustellen. Die folgenden Sätze dominierte Djokovic dann deutlich, entschied sie mit 6:1 und 6:4 für sich.
Die Verletzung nagt an Djokovic. Er gestand, dass er während des Matches über seine jüngsten Verletzungen nachdenken musste. „Wenn man sich verletzt, muss man die Umstände akzeptieren“, erklärte er resigniert. Die Körpersprache des Serben deutete auf Frustration hin, er schüttelte mehrfach den Kopf und lachte auf seine Bank, ein Zeichen dafür, dass er mit seiner Leistung nicht zufrieden war. Die Zuschauer sahen einen Djokovic, der kämpfte, aber eben nicht den unaufhaltsamen Champion, der sie gewohnt sind.
Die Frage, ob Djokovic in der Lage sein wird, seine Form in den kommenden Runden zu finden und eine erneute Titelverteidigung anzustreben, bleibt offen. Seine Leistung in dieser Nachtsession wirft jedoch Zweifel auf, ob er physisch und mental auf die anspruchsvollen Aufgaben der kommenden Tage vorbereitet ist. Die Konkurrenz in Paris ist stark, und Djokovic muss sich rasch steigern, wenn er seine Ambitionen im Parc des Princes verwirklichen will.
