Roscheck springt ab: handball-profi wird immobilien-berater

Ein halbes Jahr nach dem Knall-Exit beim SC DHfK Leipzig meldet sich Bastian Roscheck zurück – und zwar nicht auf der Trainerbank, sondern im Büro eines Immobilien-Beraters. Der frühere Sportdirektor der Sachsen wechselt auf die grüne Wiese der Unternehmensberatung, wo er künftig Konzerne bei der Organisationsentwicklung berät.

Roscheck nutzt leipziger tiefpunkt als sprungbrett

Roscheck nutzt leipziger tiefpunkt als sprungbrett

Der 35-Jährige nahm den Abriss im November 2023 bewusst mit: Raul Alonso und er mussten gehen, die Mannschaft taumelte im Tabellenkeller. Roscheck aber hatte schon länger einen Master in Wirtschaftspsychologie (Note 1,1) in der Tasche und seine Abschlussarbeit sogar als Buch veröffentlicht. „Dann kam das Leben dazwischen“, schreibt er auf LinkedIn – und meint damit die Führungsrolle beim Traditionsclub, die er „nicht missen“ wolle. Jetzt kehrt er dem Profisport den Rücken und startet bei Drees & Sommer als Consultant für Strategy & Organization.

Dort betreut er Kunden aus Immobilien, Infrastruktur und Industrie. Kein Nebenjob, kein Interimsprojekt – Roscheck will sich voll in die Beratungswelt stürzen. „Menschen und Organisationen in Veränderungen professionell begleiten“, lautet seine neue Mission. Der Branchenwechsel sei kein spontaner Schnellschuss, sondern ein „über viele Jahre vorbereiteter Schritt“, den er schon vor zwei Jahren hätte gehen wollen.

Für Leipzig bleibt der Exit ein Einschnitt: Roscheck spielte acht Jahre für den Club, stand viermal für Deutschland auf dem Feld und galt intern als Bindeglied zwischen Kabine und Management. Seine Nachfolge ist bis heute offen, die sportliche Krise ist geblieben – nur Roscheck ist weg. Und er kommt nicht zurück.