Ronaldo verlässt al-nassr: diese 5 klubs sind im rennen

Der Knall kommt selten ohne Vorwarnung. Bei Cristiano Ronaldo und Al-Nassr brodelte es seit Wochen – jetzt steht ein Sommer-Abschied aus Saudi-Arabien offenbar kurz bevor. Der Auslöser: Ronaldo ist rasend vor Wut über die Transferpolitik seines Klubs. Während Rivalen wie Al-Hilal im Winter kräftig nachlegten, blieb Al-Nassr auffällig still. Für einen Mann mit Ronaldos Ego ist das keine Kleinigkeit.

Der benzema-transfer als letzter tropfen

Das Fass zum Überlaufen brachte der Wechsel von Karim Benzema von Al-Ittihad zu Al-Hilal. Wieder ein Topstar – wieder nicht für Ronaldos Team. Die Brisanz dahinter: Alle großen saudi-arabischen Klubs gehören demselben Staatsfonds PIF. Ronaldo sitzt also in einem System, das Transfers intern verwaltet und dabei offenbar andere Prioritäten setzt als seinen Stürmer zufriedenzustellen. Die Konsequenz ließ nicht lange auf sich warten: Bei den Siegen gegen Al-Ittihad und Al-Riyadh fehlte CR7 schlicht im Kader.

Fünf optionen, eine davon ist purer wahnsinn

Die britische Zeitung The Sun listet fünf mögliche Ziele für den 41-Jährigen. Die romantischste: Sporting Lissabon. Dort begann alles – von 1997 bis 2002 durchlief er die Jugendakademie, bestritt 31 Pflichtspiele, bevor er 2003 für 12 Millionen Pfund zu Manchester United wechselte. Die Rückkehr wäre ein Märchen. Das Problem ist sein Gehalt. Sporting kann und wird nicht annähernd das zahlen, was er in Saudi-Arabien kassiert.

Dann wäre da Como in der Serie A – ein Klub mit den milliardenschweren Hartono-Brüdern im Rücken, deren Vermögen bei über 35 Milliarden Pfund liegt. Trainer Cesc Fàbregas baut dort etwas auf, investiert aber bislang lieber in Talente als in alternde Superstars. Ronaldo kennt die Liga aus seiner Zeit bei Juventus zwischen 2018 und 2021. Ob er dorthin zurückwill – und ob Como ihn wirklich will – steht auf einem anderen Blatt.

Der Marketingtraum schlechthin wäre Inter Miami. Ronaldo und Lionel Messi endlich im selben Trikot. Klubchef David Beckham hätte damit den Transfer-Coup seines Lebens. Allerdings gilt Messi selbst als Kandidat für eine Rückkehr nach Argentinien – und die Vertrauten rund um den Argentinier dominieren Miami intern. Ob dort überhaupt Platz für CR7 ist, bleibt mehr als fraglich.

Al-hilal: der realistischste, aber absurdeste wechsel

Ausgerechnet zum Liga-Tabellenführer Al-Hilal – dem Klub, der ihn mit seinen Transfers so wütend gemacht hat. Benzema, Theo Hernández, Rúben Neves: Das Kader stimmt, die Familie bliebe in Riad, das Gehalt bliebe astronomisch. Rein sportlich macht es Sinn. Psychologisch ist es die bitterste Pille, die Ronaldo schlucken könnte.

Und dann ist da noch die brisanteste Option von allen: Manchester United. Ronaldo verließ Old Trafford einst im offenen Streit, unter dem damaligen Trainer Ten Hag. Der ist weg. Interimstrainer ist jetzt Robert Carrick – und mit dem gewann Ronaldo einst die Champions League. 127 gemeinsame Spiele, ein Titel, echte Geschichte. United kämpft sich gerade Richtung Champions-League-Platz zurück. Für einen Mann, der nur für Tore und Trophäen lebt, ist das kein schlechtes Argument.

Ronaldo wird 42, wenn die neue Saison beginnt. Wer auch immer ihn verpflichtet, kauft keine Zukunft – er kauft einen letzten Akt. Und Ronaldo hat noch nie einen schlechten Abgang hingelegt.